Newsletter abonnieren

Wilmas wilde Worte

/zone/name

Johannes Gruppe überzeugt im Zuspiel

21.09.2009
Es war wieder ein Arbeitssieg. Er hat fast wieder zwei Stunden gedauert. Und erneut lief bei Volleyball-Zweitligist Rhein-Main Volley nicht alles rund. Aber es war schon besser als beim 3:2-Heimerfolg in der Vorwoche zum Saisonauftakt. Diesmal benötigten die Gastgeber in der Rüsselsheimer Walter-Köbel-Halle nur vier Sätze zum zweiten Rundensieg. Der Erstliga-Reserve des TV Rottenburg II, als starker Aufsteiger gehandelt, gaben sie mit 3:1 (25:16, 20:25, 25:21, 25:18) das Nachsehen.

„Ich bin viel mehr zufrieden als am letzten Sonntag“, sagte Trainer Luis Ferradas nach dem Abpfiff lächelnd und sah seine Mannschaft „wieder einen kleinen Schritt nach vorne machen.“  Dabei ließ er die Probleme im Block, vor allem gegen die Rottenburger Außenangreifer, ebenso wie die mangelnde Konstanz und Aggressivität seines Teams keineswegs außer acht.

„Es ist klar, dass wir noch eine ganze Zeit brauchen, bis wir so spielen, wie ich mir das vorstelle.“ Der argentinische Spitzencoach, in T-Shirt und Trainingshose gekommen, hatte seine Mannschaft immer wieder mit energischen „Arriva!“-Rufen angefeuert. Er habe nie das Gefühl gehabt, sein Team könne verlieren.

Am wichtigsten sei für ihn nun, „dass wir lernen, mit unseren Patzern umzugehen“. Hier spielt Ferradas auf die vielen kleinen Fehlerserien an, durch die sich seine Mannschaft des öfteren selbst aus dem Rhythmus brachte. Abgesehen vom zweiten Satz, in dem nicht viel gelingen wollte, war dafür beispielhaft der dritte Durchgang, als Rhein-Main Volley den Gegner ohne Not von 19:11 auf 19:14 und von 21:15 auf 21:18 herankommen ließ. Auch im vierten Durchgang, der nach einer bärenstarken Phase bei 15:7 schon entschieden schien, gab es bis zum 15:12 einen Hänger. Das Gleiche ereignete sich zwischen 21:15 und 21:18.

Glücklicherweise klappte aber gerade in der Schlussphase des Spiels endlich der Außenblock. Andreas Kolle punktete damit zum 22:18, Jakub „Kuba“ Strzelczyk zum 24:18. Und auch der erste Matchball wurde mit einem Block verwandelt – durch Johann Löwen. Jenem Spieler, der in den Augen von Luis Ferradas zusammen mit Andreas Kolle und Zuspieler Johannes Gruppe „die Mannschaft geführt hat.“

Johannes Gruppe war dabei die Entdeckung des Abends. Der neben Sören Schneider als zweiter Zuspieler von der SG Rodheim verpflichtete Neuzugang, 1,90 Meter groß und gerade erst 24 Jahre alt geworden, kam für Schneider im zweiten Satz bei einem bedrohlichen 8:15-Rückstand ins Spiel und machte dann bis zum Schluss eine gute Figur. Weshalb Schneider auch bis auf die Schlussphase des dritten Durchgangs keinen Einsatz mehr erhielt. „Johannes hat seine Chance bekommen und sie genutzt“, meinte Ferradas zu seiner Entscheidung, „aber auch Sören bekommt natürlich wieder seine Chance.“

Wenngleich das Rhein-Main-Team eine Menge seines Potenzials noch nicht abrufen konnte, verdient die Leistung Respekt, denn mit Tim Wacker und Peter Wellbrock fehlten weiterhin zwei der wichtigsten Spieler. Der Auftritt hätte jedenfalls mehr Zuschauer verdient gehabt. Nicht mehr als 100 Leute hatten sich in der Walter-Köbel-Halle eingefunden. Die Gegentribüne blieb komplett leer.

Nur gut, dass Hallensprecher Sebastian Schaller und DJ Christoph Krämer für Stimmung sorgten und die wenigen Zuschauer zum Anfeuern bewegen konnten. Diese mussten ihr Kommen nicht bereuen.
Quelle: Rüsselsheimer Echo
zurück

Termine

22.09. Saisonstart 2012/13

Sponsoren

Aktuelle Ergebnisse

TG 1862 Rüsselsheim 2
L.E. Volleys 3
TG 1862 Rüsselsheim 3
VC Eintracht Mendig 1

Tabelle 2009 / 2010

1. GSVE Delitzsch42:10
2. VC Dresden40:12
3. L.E. Volleys38:14
4. FT 1844 Freiburg36:16
5. ASV Dachau34:18
6. TuS Durmersheim32:20
7. TG 1862 Rüsselsheim28:24
8. VSG Coburg/Grub24:28
9. VYS Friedrichshafen22:30
10. VC Eintracht Mendig20:32
11. TSV Grafing16:36
12. TSV Friedberg16:36
13. TSV GA Stuttgart14:38
14. VCO Kempfenhausen2:50
Deutsche Volleyball Liga