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16.02.2008
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Er ist ein Spieler, der eine Partie im Angriff schon mal alleine entscheiden kann. So wie am 19. Januar beim VC Bad Dürrenberg/Spergau. „Da hat alles geklappt“, erinnert sich Mark Posthuma nur zu gern an den 3:1-Sieg beim Abstiegskonkurrenten.
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„Er hat überragend gespielt“, sah auch Trainer Christian Metzger seinen Außenangreifer gut drauf an diesem Tag. Doch oft schon hat eine starke Vorstellung des zwei Meter großen Niederländers für Volleyball-Bundesligist Rhein-Main Volley nicht zum Erfolg gereicht.
Dass das Team der Trainer Christian Metzger und Thilo von Hagen nach 17 von 22 Spieltagen auf dem vorletzten Platz und damit auf einem Abstiegsrang steht, hat in den Augen von Posthuma mehrere Gründe: „Wir sind eine sehr junge Mannschaft. Uns fehlt aber ein erfahrener Spieler im Angriff, der im entscheidenden Moment die Punkte macht. Und dann haben wir nur zwei Mittelblockspieler und keine Alternativen auf dieser Position. Aber was ganz schlimm für uns war, ist die Verletzung von Michal Peciakowski. Er ist ein super Zuspieler und ist für die Mannschaft auch auf dem Feld sehr wichtig.“
Ob an den letzten fünf Spieltagen noch der rettende zehnte Tabellenplatz erreicht werden kann, hält der gut deutsch sprechende Posthuma für schwierig. Doch eine Chance sieht er: „Wir müssen noch drei Spiele gewinnen, und unsere direkten Konkurrenten müssen alles verlieren. Jedes Spiel ist jetzt ein Finale für uns. Wir müssen alles geben, egal, gegen welchen Gegner.“
Auch am heutigen Samstag um 20 Uhr in der Rüsselsheimer Köbel-Halle gegen den Tabellendritten SCC Berlin hält er eine Überraschung für möglich. Schließlich hat seine Mannschaft dem Tabellendritten im Viertelfinale des DVV-Pokals einen Satz abgenommen. Sicher, im Hinspiel gab es ein klares 0:3. Doch da hat auch nur ein Spieler mithalten können: Mark Posthuma.
Der Diplom-Sportstudent schränkt allerdings ein, dass seine Leistung in der ersten Saisonhälfte noch nicht zufriedenstellend war. Es hätte eine Weile gedauert, bis er sich im Rhein-Main-Team eingewöhnt hatte. Dann ist er von Spiel zu Spiel besser geworden und „hat sich sehr gut entwickelt“, wie Thilo von Hagen meint. Wichtig war in den Augen des Trainers, dass der junge Spieler vom holländischen Meister Piet Zoomers Dynamo „mehr aus sich heraus geht“ und Freude zeigt, wenn ein Punkt gelingt.
Von Hagen sieht die Stärken von Posthuma eindeutig im Angriff: „Er ist physisch präsent.“ Zudem habe er sich im Aufschlag deutlich verbessert. In Block und vor allem Annahme müsse er aber noch an sich arbeiten. Was der 23-jährige Außenangreifer selbst genauso sieht. Zu Rhein-Main Volley ist der am 29. August 1984 im niederländischen Sneek geborene Hüne über Edwin Benne gekommen. Jenen Trainer aus Holland, der im Sommer verpflichtet wurde, dann aber doch sein Amt nicht antrat bei den Hessen.
Nachdem ihnen gewahr wurde, dass der ehemalige Nationalspieler doch zu teuer ist, hoben die Verantwortlichen den Vertrag mit Benne wieder auf. Mark Posthuma blieb. „Das war zwar erst mal komisch, als Edwin weg war. Aber ich hatte Rhein-Main Volley mein Wort gegeben“, sagt er pflichtbewusst. Bereuen musste er seine Entscheidung nicht.
Wie seine Mitspieler, beteuert auch „MGP“, wie er mit Spitznamen heißt, dass der Teamgeist im Rhein-Main-Team stimmt und eine gute Mischung aus impulsiven und ruhigen Spielern zur Verfügung steht. Auch ist Posthuma, der mit seiner Freundin in Rüsselsheim wohnt, mit der Doppellösung von Christian Metzger und Thilo von Hagen sehr zufrieden.
Metzger stimme die Mannschaft taktisch immer bestens auf die Gegner ein. Von Hagen mache ein gutes Training, gebe wertvolle Tipps beim Coaching und ergänze sich mit Metzger prima.
Von daher fände es Posthuma sehr schade, würde es nichts werden mit einem zweiten Bundesliga-Jahr des Rhein-Main-Teams. Was er im Falle des Abstiegs macht, weiß er noch nicht. Angebote von anderen Vereinen habe er bislang keine bekommen. „Vielleicht bleibe ich auch noch eine Saison bei Rhein-Main“, überlegt er. Allein vom Klassenerhalt, so versichert Mark Posthuma, werde seine Entscheidung jedenfalls nicht abhängen.
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Quelle: Rüsselsheimer Echo
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