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Wilmas wilde Worte

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Jason Octave noch am auffälligsten

18.02.2008
Da war nichts drin. Auch kein Satzgewinn. Gegen den Tabellendritten SCC Berlin bekam Volleyball-Bundesligist Rhein-Main Volley die Grenzen aufgezeigt.
Besonders im zweiten Satz wurde das Heimspiel zu einer Lehrstunde für die Gastgeber. Mit 0:3 (23:25, 10:25, 21:25) fiel die Niederlage vor gut 250 Zuschauern in der Rüsselsheimer Köbel-Halle nach 73 Minuten deutlich aus.

Im ersten und dritten Durchgang hielt das Team von Christian Metzger und Thilo von Hagen aber lange mit. „Und es war gut, dass wir das Spiel nach dem zweiten Satz nicht abgeschenkt haben“, meinte Außenangreifer Christian Günther.

Doch auch ihm war anzumerken, dass sich seine Mannschaft schon etwas mehr ausgerechnet hatte. Aber nie sah es so aus, als ob ein Satzgewinn möglich wäre.

Zu stark präsentierte sich der SCC in spielerischer Hinsicht, hatte in Jaroslav Skach einen Ausnahme-Zuspieler (von Hagen: „Er ist einer der Besten in der Liga“), der die Bälle präzise und variabel verteilte und immer wieder herrliche Kombinationen ansetzte. „Das muss auch unser Anspruch sein, spielerisch besser zu sein als ein Aufsteiger“, hatte SCC-Coach Michael Warm nichts anderes erwartet von seinem Team.

Gleichwohl konnte er ihm „sicher keine Glanzleistung“ bescheinigen. Mit Angabe und Annahme zeigte sich Warm nicht zufrieden: „Besonders im ersten Satz haben wir zu vorsichtig aufgeschlagen.“ Doch Rhein-Main Volley konnte dies nicht nutzen, schlug selbst zu harmlos auf, um den Tabellendritten unter Druck zu setzen und dessen kombinationsreiches Angriffsspiel zu unterbinden.

Allerdings hielten die Gastgeber im ersten Satz recht gut mit. Eingestimmt von einer tollen artistischen Showeinlage ihrer Cheerleaders, wobei die zwölf „Chevy Girls“ von einer Gruppe aus Offenbach unterstützt wurden, ging es bis 11:11 ausgeglichen zu.

Jason Octave, einer der auffälligsten Rhein-Main-Spieler, hatte gute Szenen in Angriff wie Block und war mit verzögerten Schlägen einige Male erfolgreich. Nachdem Berlin dann mit 15:11 in Führung gegangen war, hielt Mark Posthuma den Tabellenvorletzten im Spiel. Als es 17:23 hieß, schien der Satz entschieden. Doch gestützt auf eine kleine Angabenserie von Octave, kam Rhein-Main auf 20:23 heran und wehrte zwei Satzbälle ab, ehe Dirk Westphal für den SCC zum 25:23 punktete.

Im zweiten Abschnitt ging jedoch gar nichts. Die Annahme ließ nach. Der Angriff hatte Mühe durchzukommen. Wobei Johann Löwen keinen guten Tag erwischte und für Christian Günther ausgewechselt wurde.

Berlin schlug nun zu, war kaum noch zu blocken. Gerade mal zehn Punkte gelangen dem Metzger/von Hagen-Team hier. Ein Klassenunterschied war unübersehbar.

Aber die Gastgeber gaben sich nicht auf, boten ihrem Rüsselsheimer Publikum einen guten dritten Satz und stimmten sich damit positiv auf das Spiel am nächsten Samstag beim direkt vor ihnen liegenden Abstiegskonkurrenten Netzhoppers Königs Wusterhausen ein, „das wir unbedingt gewinnen sollten“, wie Thilo von Hagen hofft.

Am Samstag konnte sich der Spielertrainer wieder mit Metzger aufs Coaching konzentrieren. Zuspieler Sören Schneider hatte seine schwere Mandelentzündung überwunden und war voll einsatzfähig. Zu einem Satzgewinn konnte er seine Mannschaft jedoch nicht führen.

Ganz lange allerdings lagen die Hessen im dritten Durchgang vorn, anfangs sogar mit vier Punkten (9:5). Doch bei 17:18, nachdem Sören Schneider zuvor zwei sehenswerte zweite Bälle zum 15:14 und 17:16 gelungen waren, sah sich Rhein-Main Volley erstmals im Rückstand. Dann setzte sich Berlin von 19:19 auf 22:19 ab und wurde seiner Favoritenrolle mit dem zweiten Matchball, wiederum verwandelt durch Dirk Westphal, gerecht.
Quelle: Rüsselsheimer Echo
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