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11.10.2010
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Am Samstagabend präsentierte sich in der Walter-Köbel-Halle eine Volleyballmannschaft, die vor Selbstvertrauen nur so strotzte. Mit der Empfehlung von drei Siegen aus drei Saisonspielen in der Zweiten Bundesliga, Gruppe Süd, war der Aufsteiger aus Oberbayern, der TSV Grafing, angereist. Da hatte die TG 1862 Rüsselsheim, zuletzt durch drei Niederlagen am Stück gebeutelt, mit ihrem Mini-Kader von acht Mann kaum eine Chance und verlor deutlich ohne Satzgewinn mit 0:3.
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„Die Gäste waren eben in allen Belangen einen Tick besser“, räumte der Rüsselsheimer Trainer Klaus-Jürgen „Claude“ Weber nach der 80 Minuten kurzen Vorstellung der Seinen vor rund 250 Zuschauern ein. „Grafing hatte die bessere Annahme, war variabler im Angriff“, befand der 44 Jahre alte ehemalige Erstligaspieler. „Grafing lebt eben auch von den Fehlern des Gegners“, ärgerte sich Weber aber auch über den wenig konstanten Auftritt der Seinen. Und auch ein klein wenig, was ganz am Ende des ersten Satzes passiert war. Da hatte nämlich der Schiedsrichter ein Übertreten seines Außenangreifers Johann Löwen gesehen, was zum Siegpunkt der Gäste führte.
TG-Kapitän Tim Wacker war enttäuscht, aber keinesfalls illusionslos: „Wir haben es dem Gegner durch viele Fehler zu einfach gemacht. Aber wir können jeder um 30 Prozent besser spielen.“ Das stellten die Hausherren bereits im ersten Durchgang zeitweise unter Beweis, als sie einen 5:8-Rückstand nach „Monsterblöcken“ der Angereisten in eine 14:11-Führung zu drehen vermochten. Darunter waren feine Lobs von Löwen und Zuspieler Kevin Goncalves, die die Fans mit der Zunge schnalzen ließen. Verheerende Fehler aber und schließlich der - vermeintliche - Übertritt von Löwen bremsten jedoch die Euphorie der TGler.
Bezeichnend für die mentale Verfassung war die letzte Aktion im zweiten Satz, als der Rüsselsheimer Block wieder nicht funktionierte und der Ball zum 24:26 ins Aus sprang. Eine ähnliche Szene wiederholte sich entscheidend im letzten Durchgang. Bereits nach dem 5:5 machte sich auch Resignation bei der Turngemeinde breit, und die Gastgeber liefen anschließend permanent einem Rückstand hinterher.
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Quelle: Main-Spitze
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