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Wilmas wilde Worte

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„Im Training läuft es viel besser“

18.10.2011
„Im Training läuft es viel besser. Aber diesmal waren wir ganz weit weg davon. Einen Kilometer mindestens”, sagte Luis Ferradas am Samstagabend und wirkte zerknirscht. Nach der klaren 0:3 (23:25, 15:25, 20:25)-Niederlage gegen Spitzenreiter GSVE Delitzsch bekannte der Trainer der Rüsselsheimer Zweitliga-Volleyballer: „Ich bin schon etwas enttäuscht.“

Gegen eine so starke Mannschaft wie die Sachsen könne man verlieren. Aber dass sich seine Spieler so nervös und „nicht aggressiv genug” präsentiert und vor allem in der sonst stabilen Annahme gewackelt haben, wertete der aus Argentinien stammende langjährige Profitrainer als kleinen Rückschritt. „Ich hoffe nur, das war eine Ausnahme.“

Wie Ferradas seinem Team „keinen guten Tag” und die bisher schwächte Saisonleistung bescheinigen musste, so zufrieden wirkte auf der Gegenseite Gästecoach Frank Pietzonka. „Wir haben weniger Eigenfehler gemacht und Rüsselsheim im Aufschlag gut unter Druck gesetzt“, sagte der frühere Nationalspieler.

Mit seinem Team konnten die jungen Gastgeber nur in der Feldabwehr mithalten. „Das war das einzig Positive”, fand Luis Ferradas. Hier tat sich wieder einmal Libero Thomas Mudersbach hervor. Dem lahmenden Mannschafts- und Kampfgeist versuchte auch Neuzugang Peter Nogueira-Schmid nach seiner Einwechslung auf die Beine zu helfen. Ihm gelangen einige gute Aktionen. Aber immer wenn die Turngemeinde punktete, setzte Delitzsch gleich nach.

Dennoch ist der 25 Jahre alte, von Ligakonkurrent VC Mendig gewechselte Diagonalspieler zuversichtlich, „dass mehr drin ist als der Klassenerhalt für uns”. Peter Nogueira-Schmid betont, wie gut ihm die Stimmung und die Offenheit im TG-Team gefalle. Und von Luis Ferradas ist er nach eigenen Worten begeistert. Gerne nimmt der 1,83 Meter große, sprunggewaltige Angreifer daher einen weiten Anfahrtsweg von 130 Kilometer aus seinem Wohnort nahe Koblenz auf sich, um mindestens dreimal in der Woche am Training teilnehmen zu können.

Mit seinem Debüt am Samstag ist Nogueira-Schmid recht zufrieden. Schließlich hat der Halbbrasilianer seit März kein einziges Rundenspiel bestritten und absolvierte vergangene Woche in der Köbel-Halle seit Juli die ersten Übungseinheiten. Claude Weber, Ferradas’ Vorgänger und Vorsitzender des Trägervereins des TG-Zweitligateams, verwies darauf, dass es neben Nogueira-Schmids Trainingsrückstand noch weitere Handicaps gibt: „Anton Borger kann wegen einer Schulterverletzung nicht richtig durchziehen. Paul Becker ist krankheitsbedingt nicht fit. Einige Spieler haben noch keine Zweitliga-Erfahrung, oder es ist wie bei Manuel Lohr erst die zweite Saison für sie.“

Von daher empfindet Weber die Niederlage gegen Delitzsch nicht als Beinbruch und sieht auch keinerlei Gefahr, die Mannschaft könne nun einbrechen: „Die Spieler sind intelligent genug, das richtig einzuschätzen.“
Rüsselsheimer Echo
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L.E. Volleys 3
TG 1862 Rüsselsheim 3
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Tabelle 2009 / 2010

1. GSVE Delitzsch42:10
2. VC Dresden40:12
3. L.E. Volleys38:14
4. FT 1844 Freiburg36:16
5. ASV Dachau34:18
6. TuS Durmersheim32:20
7. TG 1862 Rüsselsheim28:24
8. VSG Coburg/Grub24:28
9. VYS Friedrichshafen22:30
10. VC Eintracht Mendig20:32
11. TSV Grafing16:36
12. TSV Friedberg16:36
13. TSV GA Stuttgart14:38
14. VCO Kempfenhausen2:50
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