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06.12.2010
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Obwohl die halbe Stammmannschaft fehlte, ist es den Zweitliga-Volleyballern der TG Rüsselsheim gelungen, ihren beiden Siegen gegen Kempfenhausen und Rottenburg beim TSV Friedberg einen weiteren hinzuzufügen. Dank einer großen Energieleistung gingen sie mit 3:2 (22:25, 25:17, 22:25, 25:22, 15:13) als Gewinner vom Feld und schraubten ihr Konto zum Ende der Hinrunde auf 16:10 Punkte. Nach einem zähen Rundenstart sind die TG-Männer damit durch ihre Erfolgsserie der vergangenen Wochen trotz starker Personalprobleme im oberen Tabellendrittel angekommen.
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In Friedberg war neben Manuel Lohr und Tim Wacker (beide verletzt) auch noch Außenangreifer Christian Hesse studienbedingt ausgefallen. Da Carlo Wiese und Lukas Kriegel ausgeholfen haben, standen wenigstens sieben Spieler zur Verfügung. Dabei präsentierte sich Wiese in der Annahme stabil, und der junge Kriegel aus der zweiten Mannschaft machte seine Sache im Mittelblock gut.
»Wir waren sehr froh, dass er dabei war», sagte Außenangreifer Johann Löwen anerkennend. Zumal Kriegel am Samstagvormittag noch gearbeitet hatte und ins weit entfernte bayrische Friedberg, das bei Augsburg liegt, nachgereist war.
Trainer Claude Weber hatte selbst in dieser Besetzung den achten Saisonerfolg für möglich gehalten - und sollte in seiner Einschätzung Recht behalten. Doch Johann Löwen schien den Sieg nach dem Abpfiff kaum glauben zu können: »Ich wundere mich, dass wir heute gewonnen haben.«
Wieder einmal war er es aber selbst gewesen, der zwei Drittel aller Angriffe verwertete und den entscheidenden Schlusspunkt setzte. Bis 12:12 war es im Tiebreak ausgeglichen zugegangen, ehe den Rüsselsheimern zwei Punkte zur 14:12-Führung glückten und Löwen dann den Matchball verwandelte.
»Wir haben das Spiel über den Kampf gewonnen«, betonte Löwen, »damit haben wir unsere Abstimmungsprobleme ausgleichen können». Die Schwierigkeiten im Zusammenspiel gründeten in der ungewohnten Aufstellung, was die Turngemeinde den ersten Satz kostete. Danach lief es aber besser, neben Löwen punktete auch Simon Forster auf der Diagonalposition viel über Außen.
Der zweite Durchgang ging deutlich mit 25:17 an die Gäste. »Da habe ich gedacht, wir haben Friedberg im Griff», sagte Löwen. Doch die Abstimmung wurde wieder schlechter. Und am Ende des dritten Abschnitts musste das Weber-Team auch noch strittige Schiedsrichter-Entscheidungen hinnehmen.
Erst in der Schlussphase des vierten Durchgangs gelang der TG der Ausgleich, worauf sie im Tiebreak schnell mit vier Punkten führte. Doch erst nach dem 12:12-Ausgleich von Friedberg machte sie den Sack zu und brach nach 114 Minuten Spielzeit in großen Jubel über ihren hart erkämpften Arbeitssieg aus.
Damit können die Rüsselsheimer Zweitliga-Volleyballer beruhigt in die Winterpause gehen. Am 8. Januar geht es mit der Partie beim VC Dresden weiter, ehe am 22. Januar gegen die L.E. Volleys aus Leipzig wieder ein Heimspiel folgt.
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Quelle: Rüsselsheimer Echo
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