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Wilmas wilde Worte

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Glimmt Hoffnungsfunke weiter?

22.02.2008
In misslichen Lagen bedienen sich Sportvertreter gerne der Plattitüde, wonach die Hoffnung zuletzt stürbe. Längst nicht alle freilich können diese Durchhalteparole für sich reklamieren. Für Rhein-Main Volley etwa könnte sich das Thema erste Bundesliga bereits vier Spieltage vor Toresschluss erledigt haben.
Nach mittlerweile 15 Niederlagen und drei Siegen steht der Neuling wenige Zentimeter vor dem Abgrund. Bleibt an diesem Samstag (19 Uhr) bei den Netzhoppers Königs Wusterhausen das vierte Erfolgserlebnis aus, ist die Rückversetzung in die Zweitklassigkeit mit 99-prozentiger Wahrscheinlichkeit beschlossene Sache. Zwar warten im Anschluss noch drei Aufgaben, doch da sechs Punkte eingefahren werden müssen und der Tabellenvierte Generali Haching ein Gegner sein wird, glimmt der hessische Hoffnungsfunke nur bei einem aktuellen Sieg in der Landkost-Arena Bestensee weiter.

Der Ernst der Lage ist Christian Metzger vor der heutigen Abfahrt in Richtung Brandenburg bewusst. Die Flinte ins Korn wirft der 35 Jahre alte "RMV"-Coach aber keineswegs. "Das kann ein erster Schritt für uns sein", sagt Metzger - wohl wissend, dass die Netzhoppers zuletzt sieben Mal hintereinander abgeblockt und seit Jahresbeginn vom siebten auf den zehnten Tabellenplatz durchgereicht worden waren. "Eigentlich müsste die Mannschaft um die Play-Offs mitspielen. Aber sieben Niederlagen in Folge dürften nicht gut für deren Ego gewesen sein", mutmaßt Metzger.

Da dessen Team nur einmal weniger in Serie leer ausgegangen ist und sich zudem auf eine "kleine, aber hohe Halle und viele Zuschauer einzustellen hat", dürften andere Faktoren in diesem "Alles-oder-Nichts-Spiel" entscheiden. "Es wird auf drei, vier Minuten ankommen. Unsere Annahme muss stehen, und je öfter wir bei deren Aufschlag punkten, desto mehr Sicherheit bekommen wir", erklärt Metzger. Und: "Im Hinspiel haben wir gesehen, dass wir mitspielen können und uns nicht verstecken brauchen." Das 1:3 (28:26, 26:28, 23:25, 16:25) in der Köbel-Halle war dadurch beeinflusst, dass Jason Octave im zweiten Satz mit massiven Rückenbeschwerden ausschied.

Auf den dunkelhäutigen Diagonalangreifer wird es am Samstag in der südlichen Peripherie Berlins ebenso wie auf alle anderen Leistungsträger ankommen. "Ich hoffe aber auf jeden einzelnen Spieler. Auch auf diejenigen, die zuletzt weniger gespielt haben", sagt Metzger, der gestern mit einer starken Erkältung im Bett lag und noch nicht wusste, ob er die Mannschaft bei dieser entscheidenden Aufgabe überhaupt unterstützen kann. Dass die Gastgeber mit Diagonalspieler Matthias Böhme den derzeit punktbesten Akteur der Bundesliga in ihren Reihen haben, bereitet Metzger weniger Kopfzerbrechen. "Dass er uns die Bälle reinhauen wird, müssen die Jungs ertragen. Die entscheidende Frage wird sein, wer mehr zurücksteckt, wenn´s drauf ankommt." Und wie geht´s mit Rhein-Main Volley weiter, wenn´s schief gehen sollte? "Das kann ich nicht richtig einschätzen. So weit ich weiß, sind aber bereits mit allen Spielern Gespräche geführt worden", so Metzger.
Quelle: Main-Spitze
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