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17.09.2010
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Die Zahl 13 löst bei vielen Menschen arg ungute Gefühle aus. Was etwa dazu geführt hat, dass die meisten Flugzeuge keine Sitzreihe 13 ausweisen. Längst nicht immer indes muss diese Zahl ausschließlich negative Schwingungen erzeugen. Dass die Walter-Köbel-Halle an diesem Sonntag ab 18 Uhr zum 13. Mal Schauplatz eines A-Länderspiels ist, werden alle Volleyballfreunde im Rhein-Main-Gebiet und darüber hinaus als großes Glück empfinden.
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Denn einen aktuellen Weltmeister bekommt man schließlich nicht aller Tage zu sehen.
Da wundert es nicht, dass das Interesse am Aufeinandertreffen zwischen den Nationalteams aus Deutschland und Brasilien auf großes Interesse stößt. Weit mehr als 1000 Kartenvorbestellungen waren bis Mitte der Woche eingegangen, sodass nicht ausgeschlossen scheint, dass das zweite von drei Duellen im Rahmen der gemeinsamen WM-Vorbereitung beider Nationen mit rund 2200 Zuschauern ausverkauft sein könnte. Am Freitag (in Ludwigsburg) sowie zum Abschluss in Heidelberg (Dienstag), wo beide Teams auch ihren Trainingsstützpunkt haben, dürfte der Zuspruch bestimmt nicht minder gewaltig sein.
Darauf zu hoffen, dass eine DVV-Auswahl - Damen (1999) und U 19-Junioren (2007) unterlagen jeweils 1:3 - in der Köbel-Halle erstmals gegen Brasilien die Oberhand behalten wird, wäre vermessen. Auch wenn die deutschen „Riesen“ unter Bundestrainer Raúl Lozano einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht und nicht von Ungefähr in der Weltrangliste den elften Platz inne haben. Von bislang 40 Länderspielen (inklusive elf Duellen mit der ehemaligen DDR) gewannen die Südamerikaner 29, darunter im Rahmen der WM-Vorrunde 2006 3:0. Der letzte deutsche Erfolg datiert aus dem Jahre 1994, als die DVV-Männer in der Weltliga gewannen.
Was die aktuellen Partien so reizvoll macht, ist der Zeitpunkt. Unmittelbar nach dem letzten Vergleich in Heidelberg starten beide Mannschaften in Richtung Italien, wo vom 25. September bis 10. Oktober der neue Weltmeister ermittelt wird. Ergo ist davon auszugehen, dass beide Teams weitgehend in ihren Stammformationen ans Netz gehen. Was heißt, dass sich der geneigte Volleyballfreund auf absolute Ausnahmekönner der „Selecao“ wie Giba, Dante, Murilo und Co. freuen darf, die vor vier Jahren Polen im WM-Finale in Japan 3:0 abblockten.
Eine Niederlage, die dem seit 2009 wirkenden Bundestrainer sehr nahe ging. Seinerzeit noch Chefcoach in Polen, hat der 54 jährige Argentinier Lozano das DVV-Team nach dem beachtlichen neunten WM-Platz 2006 noch weiter vorangebracht. Im Vorjahr wurde die Europaliga gewonnen, in dieser Saison in der Weltliga unter anderem drei Mal Europameister Polen geschlagen. Die Vorfreude auf die Partien gegen die Brasilianer ist von daher auch den 14 deutschen Größen anzumerken, von denen die Hälfte im Ausland agiert: „Es ist immer eine Freude, gegen Brasilien, das zurzeit beste Team der Welt, zu spielen. Wir wollen mithalten, zu unserem Spiel finden, sie ein bisschen ärgern und vielleicht auch eines der Spiele gewinnen“, sagt DVV-Kapitän Björn Andrae.
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Quelle: Main-Spitze
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