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26.02.2010
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Wenn Rhein-Main Volley und TuS Kriftel zum Regionalderby aufeinandertreffen, erlebt die Zweite Volleyball-Bundesliga Süd immer ein besonderes Spiel. Am Samstag ist es wieder soweit: Um 20 Uhr gastiert das Rhein-Main-Team in der Weingartenschule beim Nachbarverein.
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Vor allem wegen der personellen Verbindungen hat die Partie Brisanz. Mit Christian Hesse, Anton Borger, Frank Bachmann und Ralph Nothhaft gehen für Kriftel gleich eine ganze Reihe ehemaliger Spieler von Rhein-Main Volley ans Netz. Zudem streifte Trainer Klaus Hermann früher in der Zweiten Liga Süd das Trikot für die TG Rüsselsheim über.
Auf der anderen Seite war Rhein-Main-Coach Luis Ferradas, der in Kriftel wohnt, ehemals Trainer des TuS und führte ihn in den neunziger Jahren in die Erste Liga. Auch Andreas Kolle kennt den Tabellenelften gut. Der Mittelblocker kehrte nämlich vor der Saison von Kriftel zu Rhein-Main Volley zurück.
Für das Ferradas-Team geht es am Wochenende um die Eroberung des dritten Tabellenplatzes. Der vor ihnen stehende GSVE Delitzsch erwartet zur gleichen Zeit die fünftplatzierten L.E. Volleys aus Leipzig. Bei einer Niederlage würde Delitzsch den Zwei-Punkte-Vorsprung und Rang drei einbüßen und müsste den Rhein-Main-Volleyballern - vorausgesetzt, diesen gelingt morgen ein Sieg - den Vortritt lassen.
Kriftel befindet sich dagegen als Viertletzter in akuter Abstiegsgefahr. Denn die beiden Schlusslichter, die Mannschaften der Volleyballinternate aus Friedrichshafen und Kempfenhausen, werden nicht zurückversetzt, so dass wohl auch der Tabellenelfte in die Regionalliga weichen muss.
Durch einen 3:1-Erfolg beim ASV Dachau zog das TuS-Team aber jüngst punktgleich mit dem zehntplatzierten VC Dresden. "So kann es weitergehen. Es hat alles gepasst, bis auf den ersten Satz", meinte Trainer Hermann nach dem wichtigen Sieg. Nun will er auch gegen Rhein-Main Volley etwas erreichen und die 1:3 (22:25, 25:21, 24.26, 19:25)-Hinspielniederlage vom 7. November 2009 wettmachen.
Die Schützlinge von Luis Ferradas, die zuletzt gegen Dachau und Friedberg ohne Satzverlust deutlich überlegen waren, setzen indes alles daran, ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden. RMV-Vorsitzender Thilo von Hagen, der womöglich als Ersatzspieler mit auf der Bank sitzt in Kriftel, hält auch die Vizemeisterschaft noch für möglich: "Platz zwei ist drin."
Schließlich liegt der Tabellenzweite TV Rottenburg II nach Minuspunkten nur zwei Zähler entfernt. Dazu hat Rhein-Main Volley bislang ein Spiel weniger absolviert als er.
Gegen den TuS Kriftel, der neben Andreas Kolle weitere Stammkräfte nach der vergangenen Saison verloren hat und in den Augen von Hagens auch deswegen in Abstiegsgefahr ist, habe seine Mannschaft am Samstag im Zweitliga-Derby den Vorteil, "dass wir nicht so unter Druck sind wie Kriftel".
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Quelle: Rüsselsheimer Echo
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