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05.10.2009
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Mit großem Kampf in Kempfenhausen kam Volleyball-Zweitligist Rhein-Main Volley nach zwei Stunden Spielzeit am gestrigen Sonntag-nachmittag zu einem 3:1-Sieg. Am Abend zuvor gelang bei den Volley Young Stars (VYS) Friedrichshafen ein 3:0-Erfolg.
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Da der VC Gotha beim TV Rottenburg II im Tiebreak verloren hat, rückte das Rhein-Main-Team in der Tabelle auf Rang zwei vor und führt nach vier Spielen punkt- und satzgleich mit den L.E. Volleys aus Leipzig (3:1 gegen Dachau) das Feld an. Nur die schlechtere Ballpunktdifferenz trennt das Team um Trainer Luis Ferradas von Platz eins. Mit Spannung wird daher die Heimpartie am kommenden Samstag um 19.30 Uhr in der Rüsselsheim Köbel-Halle gegen die L.E. Volleys erwartet. Volley Young Stars (VYS) Friedrichshafen – Rhein-Main Volley 0:3 (19:25, 24:26, 21:25): Bei der Erstliga-Reserve des VfB Friedrichshafen entschied das Rhein-Main-Team den ersten Satz klar für sich. Im zweiten wurde es am Ende eng, ging aber mit 26:24 doch an den Favoriten aus Hessen. Die jungen, erst 17 bis 19 Jahre alten Gastgeber spielten im Laufe der Partie in eigener Halle immer mutiger auf und hielten auch im dritten Abschnitt lange mit. Rhein-Main Volley führte da schon mit drei Punkten, leistete sich dann ein paar Eigenfehler, so dass der Gegner herankommen konnte. Einen Satzverlust wusste Rhein-Main Volley jedoch zu verhindern.„Es war nicht einfach“, meinte Trainer Luis Ferradas, „Friedrichshafen hat erst ein Jahr Erfahrung in der Liga, besitzt aber eine Mannschaft mit einer guten Perspektive und vielen großen Spielern. In ein paar Monaten werden sie schon viel besser sein.“ Nur zu acht angereist, da Peter Wellbrock und Kapitän Tim Wacker weiter krankheits- und verletzungsbedingt fehlen, kamen bei den Gästen alle Spieler zum Einsatz. Ferradas hat mit wechselnden Aufstellungen im taktischen Bereich einiges ausprobiert. Insgesamt war er mit der Leistung seines Teams zufrieden, hob besonders Mittelblocker Andreas Kolle und Außenangreifer Jonathan Scott hervor und freute sich, „dass alle wieder einen kleinen Schritt nach vorne getan haben“. Für den argentinischen Spitzencoach war es am Bodensee zu einem Wiedersehen mit seinem alten Verein gekommen. In den neunziger Jahren hatte er dort die erste Mannschaft von Friedrichshafen betreut und ist mit ihr Deutscher Vizemeister geworden. Am Samstag traf Ferradas alte Freunde und Bekannte. Hinterher sprach er von einem „sehr angenehmen Besuch“ – der umso angenehmer ausfiel, weil er mit einem klaren Sieg abreiste. VCO Bayern Kempfenhausen – Rhein-Main Volley 1:3 (21:25, 23:25, 25:21, 27:29): Für die Hessen endete ein strapaziöses Wochenende mit einem Doppelerfolg. Erst um zwei Uhr in der Nacht waren sie aus Friedrichshafen zurückgekehrt und mussten am Sonntag um 12 Uhr schon wieder nach Kempfenhausen bei Aschaffenburg fahren. Doch trotz einer weiterhin dünnen Besetzung von nur acht Spielern wurden sie ihrer Favoritenrolle erneut gerecht. Es war aber ein hartes Stück Arbeit für den Favoriten. Am Ende hatte er nur drei Ballpunkte mehr gesammelt als die jungen, hochmotivierten Gastgeber. Erst den dritten Matchball wusste das Rhein-Main-Team zu nutzen. Johann Löwen hatte da endlich allen Zweifeln ein Ende gesetzt und seine Mannschaft vor dem Tiebreak bewahrt. Dabei war den Gästen im vierten Satz eine hohe Führung gelungen. Alles deutete auf eine klare Sache hin. Doch Kempfenhausen kämpfte und brachte den früheren Erstligisten noch einmal in arge Bedrängnis. Rhein-Main Volley hatte gut ins Spiel gefunden. Trotz der Doppelbelastung des Wochenendes gelang zum Auftakt ein 25:21-Erfolg. Der zweite Satz wurde aber nur knapp mit 25:23 gewonnen, worauf das Ferradas-Team im dritten Abschnitt durch Eigenfehler schnell hoch mit sechs Punkten in Rückstand geriet. Andreas Kolle blies nun mit zwei gelungenen Blockaktionen zur Aufholjagd. Zum Satzgewinn reichte es nicht mehr. Aber Rhein-Main Volley war wieder im Spiel und begann den vierten Durchgang zielstrebig. Dann machte sich jedoch zunehmend die Anstrengung des Doppelspieltages bemerkbar. Ferradas erkannte eine „mentale Müdigkeit“ bei seinem Team, das sich mit Mühe zu Satz und Sieg kämpfte. „Im mentalen Bereich müssen wir noch an uns arbeiten“, meinte der Trainer nach der schwankenden Leistung.
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Quelle: Rüsselsheimer Echo
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