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13.10.2008
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Mit 0:2 Sätzen lag Rhein-Main Volley im Zweitliga-Duell beim TuS Kriftel hinten, entschied die nächsten beiden Durchgänge aber für sich. Im Tiebreak gelang nach einem 6:8 zum Seitenwechsel beim 10:10 der Ausgleich. Dann hieß es 11:12, und den Gästen wurde ein Zuspiel wegen angeblicher technischer Unsauberkeit abgepfiffen – 11:13.
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Doch mit drei Punkten in Folge erkämpfte sich der Erstliga-Absteiger eine 14:13-Führung. Den Matchball hatte nun der überragend spielende Johann Löwen in der Hand. Er setzte zum Angriff an, drosch das Leder übers Netz. Schon wollten seine Mitspieler in Jubel ausbrechen. Da begriffen sie, dass der Ball nur um wenige, vielleicht fünf Zentimeter im Aus gelandet war. Kriftel nutzte die Chance, ging mit 15:14 in Führung und schlug dann zum Sieg auf. Die recht harmlose TuS-Angabe fiel einfach auf den Boden, keiner der Annahmespieler fühlte sich zuständig und ging zum Ball hin. „Das war echt das Bitterste, was ich je erlebt habe“, stöhnte Mittelblocker Jörn Freiwald, „verlieren kann man ja – aber so“. Anders als beim 3:2-Heimsieg über Freiburg, musste sich seine Mannschaft mit 2:3 (14:25, 31:33, 25:23, 26:24, 14:16) unglücklich geschlagen geben. Nach vier Spielen gab es damit die erste Niederlage. In der Tabelle ist der Erstliga-Absteiger auf den fünften Tabellenplatz zurückgefallen, während die TuS mit dem TV Bühl (3:0 gegen Kempfenhausen) ungeschlagen das Feld anführt. Anfangs sah es nicht nach einem engen Regionalderby aus. Vor über 200 Zuschauern erwischte Kriftel mit den ehemaligen Rhein-Main-Spielern Andreas Kolle und Ralph Nothhaft sowie dem früheren Rüsselsheimer Anton Borger den besseren Start und behielt mit 25:14 die Oberhand. „Das war ein Desaster“, mochte Gästetrainer Thilo von Hagen nichts beschönigen, „wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen und haben einen Fehler nach dem anderen gemacht“. Nun aber zeigte seine Mannschaft Biss, agierte aggressiver und selbstbewusster und bot den Kriftelern gehörig Paroli. Am Ende reichte es jedoch nach mehreren vergebenen Satzbällen nicht zum Gewinn des zweiten Durchgangs. Mit 31:33 hatte Rhein-Main das Nachsehen. Es drohte schon eine Dreisatzniederlage. Doch obwohl nun Peter Wellbrock wegen Knieproblemen aufgeben musste und dann wegen des Ausfalls von Thomas Weigel (private Gründe) bis auf Thilo von Hagen keine Wechsel-Alternative mehr zur Verfügung stand, schaffte das Team um Kapitän Tim Wacker die Wende. Mit 25:23 holte es sich knapp den dritten Satz und behielt auch im vierten mit zwei Punkten (26:24) die Oberhand, nachdem es hier schon mit 24:21 geführt hatte, Kriftel aber gefährlich zum 24:24 kommen ließ. Im Tiebreak fehlten dann nur wenige Zentimeter zum Sieg. Die Enttäuschung stand den Gästen deutlich ins Gesicht geschrieben. Jörn Freiwald, der vor der Saison von Kriftel zu Rhein-Main Volley gewechselt und nach eigenen Worten „zu 120 Prozent motiviert“ war und am Samstag ein gutes Spiel im Angriff gemacht hat, erklärte: „Vom ersten Satz abgesehen, kann man viel Positives aus dem Spiel mitnehmen.“ Der Optimismus ist auch nötig, denn am Samstag steht um 19.30 Uhr in der Rüsselsheimer Köbel-Halle das nächste Hammerspiel an. Zu Gast ist dann Tabellenführer TV Bühl.
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Quelle: Rüsselsheimer Echo
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