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24.07.2009
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Rhein-Main Volley und Luis Ferradas machen künftig gemeinsame Sache. Nach einer Saison, in der der Argentinier als ehrenamtlicher Berater im Hintergrund wirkte, haben sich der in Rüsselsheim beheimatete Zweitliga-Spitzenverein und der 54 Jahre alte Profitrainer für die mit dem Heimspiel am 13. September gegen VCE Mendig anrollende Spielzeit auf eine hauptamtliche Zusammenarbeit verständigt.
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“Der Vertrag beginnt ab 1. September und wird eine längere Laufzeit haben", bestätigt Jan Wüntscher, und die Freude über den Coup ist dem Manager von “RMV" deutlich anzumerken. Verständlich, denn trotz des unrühmlichen Abgangs bei Damen-Bundesligist 1. VC Wiesbaden im Februar 2008 gilt Ferradas nach 144 Länderspielen und 28 Trainerjahren darunter die Juniorenauswahl Argentiniens und Rekordmeister VfB Friedrichshafen als anerkannter Fachmann. Nicht von ungefähr greift auch der neue Männer-Bundestrainer Raúl Lozano regelmäßig auf seinen Landsmann als Berater zurück. “Das Rhein-Main-Gebiet hat enormes Potenzial für Männervolleyball. Nicht den kurzfristigen Erfolg zu suchen, sondern mit talentierten Spielern zu arbeiten und sie zu Spitzenleistungen zu führen, darin sehe ich meine Aufgabe", so Ferradas. Dass der finanziell nicht auf Rosen gebettete Verein den renommierten Übungsleiter in der Saison 94/95 mit TG Rüsselsheim knapp am Erstliga-Aufstieg gescheitert an sich binden konnte, dafür dürften zwei Komponenten verantwortlich sein. Einmal wollte Ferradas seinen Wohnort Kriftel nicht verlassen, zum anderen ist der Südamerikaner inzwischen offenbar bereit, auch für weniger Geld professionell zu arbeiten. “Luis ist kein Typ, der halbe Sachen macht, aber der Verein kriegt keine Bauchschmerzen", versichert Wüntscher. Dass die Verantwortlichen bei “RMV" darauf bauen, dass Ferradas auch neben dem Spielfeld einiges bewegt, ist nachvollziehbar. Beim VCW soll er in nicht unerheblicher Weise an der Sponsorenfindung beteiligt gewesen sein. Ergo hofft Vorsitzender Thilo von Hagen, dass der große Name auf der Trainerbank auch zum Zugpferd für zusätzliche Unterstützung im organisatorischen Bereich wird: “Wir haben bewiesen, was wir aus unseren Möglichkeiten machen können und zuletzt einige deutlich besser ausgestattete Klubs hinter uns gelassen. Darauf wollen wir aufbauen und die Strukturen weiter verbessern." Die Einigung mit Ferradas erleichtert zudem offenbar auch die Kaderplanung am Untermain. Auch wenn Rückkehrer Christian Günther (Generali Haching) sich Oberligist TG Rüsselsheim anschließt (“Nach neun Jahren brauche ich mal eine Pause, aber vielleicht greife ich nächstes Jahr wieder an"), steht die Mannschaft weitgehend. “So früh waren wir noch nie so weit", sagt von Hagen, der von einem Kader von zehn bis zwölf Leuten ausgeht. Vom Stamm der Vorsaison ist nur der britische Zuspieler Sam Bragg nicht mehr dabei, dazu die mit Doppelspielrecht ausgestatteten Paul Becker und Jan Bauer. Ein neues Trio hat bereits Verträge unterschrieben, wovon einer Sören Schneider in der Saison 2007/08 als Zuspieler für “RMV" aktiv heißen dürfte.
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Quelle: Main-Spitze
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