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29.03.2010
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Ein deutliches Zeichen im Kampf um den dritten Tabellenplatz in der Zweiten Bundesliga hat Rhein-Main Volley am Samstag in der Rüsselsheimer Köbel-Halle gesetzt. Vor etwa 250 Zuschauern gab die Mannschaft um Kapitän Tim Wacker der zwei Plätze hinter ihr stehenden FT 1844 Freiburg klar mit 3:0 (25:16, 25:22, 25:20) das Nachsehen.
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Drei Spieltage vor Rundenschluss liegt sie damit hinter Gotha und Rottenburg II nach Minuszählern weiter gleich mit den L.E. Volleys aus Leipzig und mit GSVE Delitzsch.
Auch wenn die Meisterschaft längst gelaufen ist und für den Zweiten, anders als früher, keine Aufstiegsrelegation möglich ist (es sei denn, ein Erstligist würde zurückziehen), sieht es Trainer Luis Ferradas nicht als gleichgültig an, ob sein Team Fünfter oder Dritter wird: "Das ist wichtig für die Moral, wenn wir den dritten Platz schaffen."
Dieser wäre dann auch durchaus gewichtiger als Rang drei aus der vergangenen Saison. Allein schon deswegen, weil Rhein-Main Volley während der gesamten Runde von Ausfällen geplagt war. Außerdem, so findet Ferradas, ,,ist die Zweite Bundesliga jetzt viel stärker als letztes Jahr".
Das musste auch Klassennachbar TuS Kriftel erfahren: Nach seiner 0:3-Heimniederlage am Samstag gegen Delitzsch ist der Abstieg in die Regionalliga besiegelt.
Rhein-Main Volley dagegen bot gegen Freiburg eine souveräne Leistung. Nach nur 71 Minuten reiner Spielzeit war der Dreisatzsieg unter Dach und Fach. "Wir haben sehr gut gespielt, sehr konstant und sehr solide", freute sich Ferradas. Im zweiten Satz, als die Gäste aus dem Breisgau nach dem klar verlorenen ersten Durchgang volles Risiko gingen, unterliefen seiner Mannschaft zwar einige Fehler. Immer mit zwei, drei Punkten führend, konnte sie dies aber kompensieren und behielt am Ende mit 25:22 die Oberhand. Im dritten Durchgang ließ der Tabellenfünfte schließlich nichts mehr anbrennen.
"Cool und ruhig" sei sein Team geblieben, meinte der Rhein-Main-Coach und bescheinigte allen Spielern einen guten Tag. Aus der Vorwochenniederlage in Delitzsch hätten sie die richtigen Lehren gezogen. Der Heimvorteil tat ein Übriges. Die mehrstündige Anreise hatte diesmal der Gegner zu leisten und wusste dies nicht wegzustecken.
Für die Zukunft würde sich Luis Ferradas nun neue Strukturen in der Zweiten Bundesliga wünschen. "Die Saison ist zu lang", kritisiert er. Gerade für Mannschaften ohne Vollprofis seien acht Monate Spielzeit zu anstrengend. Ein kleineres Feld als 14 Teams wäre daher besser. Zudem, so findet der Rhein-Main-Coach, würde die Einführung von Playoffs die Liga wesentlich attraktiver machen. Denn dann würden die starken, im vorderen Tabellendrittel stehenden Teams nicht mehr wie jetzt acht Wochen vor Rundenende "nur noch um die Banane spielen".
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Quelle: Rüsselsheimer Echo
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