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Wilmas wilde Worte

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Eltmann hat gezeigt, dass es geht

22.07.2007
Ein Volleyball-Leckerbissen wird heute um 20 Uhr in der Rüsselsheimer Walter-Köbel-Halle serviert. Neu-Bundesligist Rhein-Main Volley erwartet mit dem Moerser SC eine der besten Mannschaften Deutschlands.
Noch dazu können die Zuschauer verfolgen, wie eine Fernseh-Livesendung vonstatten geht. Denn die Partie wird vom Bezahlsender Sportdigital.TV übertragen – und wurde deshalb vom vergangenen Samstag auf den heutigen Dienstag verlegt.

Wie in der Vorwoche bei Rekordmeister VfB Friedrichshafen lastet auf den Gastgebern kein Druck. Favorit ist Moers. Ganz klar. Doch nachdem der SC am vorvergangenen Samstag unerwartet mit 2:3 bei der SG Eltmann unterlag, ist das Rhein-Main-Team vielleicht doch nicht chancenlos. Schließlich hat es selbst am zweiten Spieltag gegen Eltmann durchaus Möglichkeiten besessen zu gewinnen.

Für Trainer Christian Metzger kam die Niederlage von Moers überraschend: „Ich hätte nicht gedacht, dass Eltmann Moers schlagen kann.“ Er will daher mit seiner Mannschaft am heutigen Abend „alles probieren“, um dem Tabellenvierten Paroli zu bieten. Allerdings hält er den SC weiterhin für die zweitbeste Mannschaft der Liga: „Ich denke, das war ein Ausrutscher gegen Eltmann.“

Während Libero Peter Wellbrock, der in Friedrichshafen krankheitsbedingt ausfiel, wieder auflaufen kann, steht dem Rhein-Main-Team bis auf weiteres Christobal Gevert nicht zur Verfügung. Der variabel einsetzbare chilenische Nationalspieler zog sich gegen Friedrichshafen einen doppelten Bänderriss im Fuß zu und wird nach Aussage von Christian Metzger vier bis sechs Wochen fehlen. „Dadurch fallen uns natürlich einige Möglichkeiten weg“, bedauert der Trainer.

Ob es eine Chance gibt gegen Moers, hängt wohl stark davon ab, wie sehr sich die Gäste als Einheit präsentieren. Denn nachdem sich der Kader enorm verändert hat, nur fünf Spieler geblieben sind und gleich sechs Neuzugänge verpflichtet wurden, scheint es an Geschlossenheit noch zu mangeln – wie in Eltmann zu beobachten war.

Neu im SC-Team sind die Niederländer Guido Görtzen (Olympiasieger 1996), Renzo Verschuren und Joram Maan, der wie Rhein-Main-Spieler Mark Posthuma von Hollands Meister Piet Zoomers Apeldoorn stammt. Dazu gekommen sind auch der Tscheche Ondrej Kust vom französischen Verein Araga de Sete, der Serbe Ivica Jevtic (zuvor Hypo Tirol Innsbruck) und der US-Amerikaner Cordt Withum. Chef-Trainer ist Georg Grozer.

Der war, wie Bundestrainer Stelian Moculescu mal sagte, „ein Naturereignis.“ Keiner schlug so hart, keiner brachte so eine Wucht auf das Feld wie er. Grozer führte seinen Klub – das war damals bereits der Moerser SC – 1992 zur Deutschen Meisterschaft. Grozers gleichnamiger Sohn agiert nun als Diagonalangreifer im Klub, der ganz in der Nähe Duisburgs beheimatet ist. Als Co-Trainer fungiert der frühere Moerser Spieler und Rekordnationalspieler von China, Chang Cheng Liu.

Der ehemalige deutsche Meister belegte nach seinem Aufstieg in der Saison 2004/05 gleich den dritten Platz und qualifizierte sich damit auf Anhieb für den Europa-Pokal. In den folgenden beiden Jahren schaffte es Moers bis ins Play-off-Viertelfinale und erreichte 2006 und 2007 das Endspiel um den DVV-Pokal, wo der SC jeweils dem VfB Friedrichshafen unterlag. Eine Größe des deutschen Volleyballs stellt sich also heute in der Köbel-Halle vor.
Quelle: Rüsselsheimer Echo
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