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Wilmas wilde Worte

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Eine weitere unnötige Niederlage

11.02.2008
Hörbar angefressen war der Trainer von Rhein-Main Volley, Christian Metzger, nach der 1:3-Niederlage (23:25, 25:22, 14:25, 18:25) seiner Mannschaft beim VC Leipzig. "Das war eine unnötige Niederlage", ärgerte sich der Volleyball-Coach über das Spiel des Bundesliga-Neulings vor allem in den Sätzen drei und vier.
Nachdem die Leipziger ihr Aufschlagspiel im dritten Satz umgestellt hatten und fortan "Flatteraufschläge" servierten, lief bei den Hessen nichts mehr. Die Sachsen zogen auf 16:9 im dritten Satz davon und bauten den Vorsprung bis zum Satzende sogar noch auf elf Punkte aus. Ein kleiner Zwischensprint im vierten Satz genügte den Gastgebern dann, um die Moral der Hessen zu brechen. "Da war niemand bereit, in der Annahme Verantwortung zu übernehmen, das ärgert mich wahnsinnig", schimpfte der "RMV"-Coach am Telefon, "wer weiß, wie viele Chancen wir noch bekommen".

Schlecht gespielt habe seine Mannschaft wieder einmal nicht, im ersten Satz waren seine Schützlinge nur knapp unterlegen. Den zweiten Satz dominierten die Gäste aus Hessen vor rund 1000 Zuschauern in der Ernst-Grube-Halle dann klar, auch wenn am Ende beide Teams nur drei Punkte trennten.

Doch in den folgenden beiden Sätzen hatten die "Volleys" den Leipzigern nicht mehr viel entgegen zu setzen, eine kleine taktische Aufschlagänderung brachte die Gäste völlig aus dem Konzept. Anstatt Boden im Abstiegskampf gut zu machen, bleiben die "Volleys" Tabellen-Vorletzter mit mittlerweile vier Punkten Rückstand auf den VC Bad Dürrenberg-Spergau, der parallel seine Partie gegen den SV Bayer Wuppertal mit 3:1 gewinnen konnte.

Einen Schreckmoment gab es für die leidgeplagten "Volleys" noch, als Diagonalangreifer Jason Octave sich im ersten Durchgang am Knie verletzte und durch Tim Wacker ersetzt werden musste. Doch glücklicherweise erwies sich die Verletzung nicht als schwerwiegend, so dass der Diagonalangreifer im Verlauf der Partie sogar wieder zum Einsatz kam. Wacker brachte laut Metzger ebenso frischen Wind in die Partie wie auch Zuspieler Sören Schneider, der aufgrund einer noch nicht ganz auskurierten Mandelentzündung noch einmal von Routinier Thilo von Hagen vertreten wurde und nur sporadisch zum Einsatz kam.

Ansonsten gab es kaum etwas, über das sich der "RMV"-Trainer freuen konnte. Nach den zwei Siegen zu Beginn des Jahres gab es fünf Niederlagen in Serie bei nur einem einzigen Satzgewinn. Bei nur noch fünf ausstehenden Begegnungen sind die Chancen auf den Klassenerhalt auf ein Minimum gesunken, und auch im nächsten Heimspiel gegen den SCC Berlin dürfte für die Mannschaft von Rhein-Main Volley nicht viel drin sein. Die vielen Verletzungen im Verlauf der Saison bei dem ohnehin schon dünn besetzten Kader konnte die Mannschaft nie wirklich kompensieren, der Abstieg scheint unabwendbar.
Quelle: Main-Spitze
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