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Wilmas wilde Worte

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Eine stolze Quote: 88 Prozent in der Annahme

17.11.2007
Eigentlich würde er auch gerne am Netz spielen. Aber dazu fehlen Peter Wellbrock trotz seiner 1,90 Meter ein paar Zentimeter für die Erste Liga. Zudem hätte seine Angriffsleistung in den vergangenen zwei Jahren bei Zweitligist Eintracht Wiesbaden konstanter sein müssen.
Als Libero aber, der nur im Hinterfeld agiert und für Annahme und Abwehr zuständig ist, scheint der 22-Jährige eine ideale Besetzung für Bundesligist Rhein-Main Volley zu sein. Hier kann er seine Stärke, die Annahme, unter Beweis stellen und in der höchsten deutschen Klasse mithalten.

„In der Ersten Liga mache ich den Job sehr, sehr gerne und stehe voll dahinter“, versichert Wellbrock, den alle nur „PJ“ nennen (abgeleitet von seinen beiden Vornamen Peter und Jonas). Und: „Ich will in dieser Saison gucken, ob ich als Libero das Potential für die Erste Liga habe.“

Dass der in Frankfurt lebende Sportstudent Potential hat, steht außer Frage. Mit seinen Rhein-Main-Mitspielern Ralph Nothhaft, Christian Günther und Andreas Kolle besuchte er das Frankfurter Volleyballinternat und gehörte der Jugend- und Juniorennationalmannschaft an.

Seine Grundausbildung erhielt der gebürtige Bremer, der mit seiner Familie als Zweijähriger nach München zog und dort 14 Jahre lang blieb, beim renommierten Nachwuchs des ASV Dachau. Hier hat er schon mit Ralph Nothhaft auf dem Feld gestanden. „Den Ralph kenne ich seit der fünften Klasse“, berichtet Wellbrock. Dass sie ins Erstliga-Team von Rhein-Main Volley aufstiegen, damit erfüllt sich für das Bayern-Duo ein großer Wunsch.

„Ich bin schon relativ früh von Rhein-Main angesprochen worden, ob ich Libero spielen will“, freute sich Wellbrock, der bereits als Junioren-Nationalspieler auf dieser Position seine vorzügliche Technik demonstrierte. Auch hat er in Wiesbaden in den letzten Partien der vergangenen Saison wegen einer Schulterverletzung den Libero-Part übernommen. Keine neue Aufgabe also für Wellbrock. Und nun kann er seine Qualitäten auch in der Ersten Liga unter Beweis stellen.

Am Dienstag beim 0:3 in Düren ist ihm das mit einer eindrucksvollen Quote geglückt. 88 Prozent aller Annahmeversuche sind ihm gelungen.

Damit auch Rhein-Main Volley auf einen guten Weg kommt, müssen allerdings Siege her. Die Liga geht zwar erst am 5. Dezember mit dem Spiel in Haching weiter, Gewinnen üben kann das Team von Trainer Christian Metzger aber bereits morgen im Achtelfinal-Pokalspiel beim TuS Kriftel (18 Uhr, MTK-Kreissporthalle). Gegen den Tabellendritten der Zweiten Bundesliga Süd, der mit Anton Borger, Frank Bachmann und Christian Hesse drei Spieler der TG Rüsselsheim an sich ziehen konnte, will Peter Wellbrock der Favoritenrolle gerecht werden: „Denn wir sind nicht mit Siegen verwöhnt. Da wäre es schon gut, wenn wir gewinnen und im Pokal weiter kommen.“

Dass die Mannschaft in der Bundesliga das Zeug zum Klassenerhalt hat, davon ist der Libero überzeugt: „Wir verstehen uns als Team sehr gut. Ich merke, dass jeder das gleiche Ziel verfolgt. Alle sind voll dabei.“ Gerade durch die gute Leistung in Düren sieht er sich in seiner Zuversicht bestärkt. „Da hätten wir auch einen Satz holen können. Bis zur Verletzung von Michal Peciakowski haben wir ja geführt. Da hat sich gezeigt, dass wir in der Liga jeden ärgern können.“

Den Aufwand von sieben bis acht Trainingseinheiten in der Woche (bei Wiesbaden waren es drei bis vier) nimmt er daher gerne auf sich. Allerdings wird es in diesem Semester anstrengend für ihn, da im Februar Zwischenprüfungen anstehen. Mit seiner positiven Einstellung und seinem starken Willen aber wird Wellbrock das meistern. So wie die Aufgabe als Libero in der Ersten Liga.
Quelle: Rüsselsheimer Echo
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