Newsletter abonnieren

Wilmas wilde Worte

/zone/name

Ein Spiegel der gesamten Saison

17.03.2008
Zum fünften Saisonsieg hat es doch nicht mehr gereicht. Mit 1:3 (21:25, 25:23, 15:25, 17:25) musste sich Rhein-Main Volley am Samstag im vorläufig letzten Erstliga-Auftritt in der Rüsselsheimer Köbel-Halle Bayer Wuppertal geschlagen geben und konnte den Hinspielerfolg nicht wiederholen.
Doch immerhin blieb dem Team der vorletzte Tabellenplatz erhalten, da die Hamburg Cowboys ebenfalls verloren, wenn auch nur mit 2:3 beim VC Bad Dürrenberg/Spergau. „Es war ein Spiegel der gesamten Saison“, meinte Christian Metzger konsterniert, „es war auch hier mehr drin. Wir hatten Chancen, den ersten Satz zu gewinnen, haben sie aber wieder einmal nicht genutzt. Danach hatte ich dann starke Zweifel, ob es für uns reicht.“

Dem scheidenden Trainer, der sich nun ganz auf sein Referendariat als angehender Lehrer konzentriert, war der Ärger über die Saison deutlich anzumerken: „Für mich war das ein sehr anstrengendes Jahr.“ Der Abstieg aus der Bundesliga hätte nicht sein müssen, findet Metzger. Allein an der Verletztenmisere mochte er ihn nicht festmachen, „da gibt es noch andere Gründe.“

Genauer darauf eingehen wollte der Coach aber am Samstag nicht, müsse die Saison erst einmal verdauen. Fest steht jedoch: Das Kapitel Rhein-Main Volley ist für ihn beendet – ohne den erhofften Klassenerhalt. Auch Mittelblocker Andreas Kolle wirkte frustriert. Nach dem zweiten Satz habe sich immer mehr Resignation breit gemacht.

Wie so oft in dieser Saison, sei seine Mannschaft „zu unkonzentriert in manchen Bällen“ gewesen und habe in Annahme und Aufschlag zu unkonstant gespielt. Dabei war Wuppertal in seinen Augen nicht stärker als im Hinspiel, „wir hatten durchaus Möglichkeiten“.

Manager Jan Wüntscher machte da schon einen positiveren Eindruck, freute sich vor allem über eine hohe Resonanz von rund 500 Zuschauern und über eine „sehr gute Stimmung“ in der Halle, was auch an der großen Fangemeinde von Wuppertal lag. Nach Spielende bedankte sich die Heimmannschaft beim Publikum mit einem großen Transparent.

Spielertrainer Thilo von Hagen sprach noch ein paar Dankesworte ins Mikrofon. Die Zuschauer applaudierten artig und blieben auch noch eine Weile in der Halle – bei Freibier. Zuvor hatten sie in der anderthalb Stunden langen reinen Spielzeit zwei enge Sätze gesehen.

Im ersten Durchgang lagen die Rhein-Main-Volleyballer teilweise vorn, hatten aber mit 21:25 das Nachsehen. Im zweiten führten sie fast die ganze Zeit, um Wuppertal gegen Ende immer näher herankommen zu lassen und nur knapp mit 25:23 die Oberhand zu behalten.

Danach gab der SV Bayer Gas und holte sich den dritten Abschnitt klar mit 25:17. Gleichwohl das Team von Christian Metzger und Thilo von Hagen nach einigen Wechseln – dabei kam Ulrik Sürken von der zweiten Rhein-Main-Mannschaft aus Rodheim zu seinem Bundesliga-Debüt – im vierten Durchgang wieder mit der ersten Sechs spielte, war Wuppertal nicht mehr zu stoppen.

Von großer Bedeutung war die Partie jedoch nicht. Der Abstieg stand bereits vorher fest. Die Planungen für die Zweite Bundesliga sind bereits angelaufen.

Die Suche nach einem Trainer und die Verbesserung der Strukturen, sprich mehr Professionalität, sind nun vordergründiges Ziel der Verantwortlichen von Rhein-Main Volley. Jan Wüntscher hofft, „dass die Mannschaft im Kern zusammen bleibt“, um den sofortigen Wiederaufstieg in die Bundesliga in Angriff zu nehmen.
Quelle: Rüsselsheimer Echo
zurück

Termine

22.09. Saisonstart 2012/13

Sponsoren

Aktuelle Ergebnisse

TG 1862 Rüsselsheim 2
L.E. Volleys 3
TG 1862 Rüsselsheim 3
VC Eintracht Mendig 1

Tabelle 2009 / 2010

1. GSVE Delitzsch42:10
2. VC Dresden40:12
3. L.E. Volleys38:14
4. FT 1844 Freiburg36:16
5. ASV Dachau34:18
6. TuS Durmersheim32:20
7. TG 1862 Rüsselsheim28:24
8. VSG Coburg/Grub24:28
9. VYS Friedrichshafen22:30
10. VC Eintracht Mendig20:32
11. TSV Grafing16:36
12. TSV Friedberg16:36
13. TSV GA Stuttgart14:38
14. VCO Kempfenhausen2:50
Deutsche Volleyball Liga