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26.11.2010
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Eines der besten deutschen Volleyballteams ist am Sonntag um 16 Uhr in der Walter-Köbel-Halle in Rüsselsheim zu erleben. Dann gastiert Erstligist evivo Düren in hochkarätiger Besetzung im Achtelfinale des DVV-Pokals bei Zweitligist TG Rüsselsheim. Für die TG ist es bereits ein Erfolg, mit ihrem kleinen Kader die Doppelbelastung im Ligaspielbetrieb und Pokal so gut gemeistert zu haben, dass sie bis ins Achtelfinale vorstieß. Doch keine Frage: Rüsselsheim ist großer Außenseiter.
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Schon ein Satzgewinn wäre eine Überraschung, zumal Kapitän Tim Wacker und Außenangreifer Christian Hesse wegen Zerrungen womöglich ausfallen. »Wenn alle Spieler fit wären und wir in Bestbesetzung antreten könnten, hätten wir Düren ärgern können und als Ziel einen Satzgewinn ausgeben können«, meint Trainer Claude Weber, der vor einer Woche auch noch die Hiobsbotschaft von Mittelblocker Andreas Kolle hinnehmen musste, der aus privaten Gründen auf unbestimmte Zeit eine Pause einlegt.
Die Zuschauer erwartet am Sonntag in der Köbel-Halle attraktives Volleyball, denn Düren weist eine Reihe von Ausnahmekönnern auf. Für ihr Ziel, unter die ersten Drei in der Bundesliga zu kommen, haben sich die Nordrhein-Westfalen, derzeit Tabellensiebter, vor der Saison nachhaltig verstärkt. Einer ihrer sehenswerten Neuzugänge ist der ebenso sprunggewaltige wie durchschlagkräftige Kameruner Olivier Nongny. Der Niederländer Michael Olieman, jahrelang einer der weltbesten Angriffsspieler, ist nach überstandener Verletzung in den Kader zurückgekehrt. Auch Nationalspieler Christian Dünnes will in der Köbel-Halle für Aufsehen sorgen. Der Einsatz von Stefan Hübner ist dagegen wegen Knieproblemen ungewiss.
Im Achtelfinale gegen Rüsselsheim will das Team um Trainer Sven Anton nichts anbrennen lassen. Schließlich haben sich die Dürener den erneuten Einzug ins Pokalendspiel vorgenommen, nachdem sie im Vorjahr in Halle/Westfalen vor über 10 000 Zuschauern Generali Haching unterlegen waren.
Tim Wacker macht sich keine Illusionen, von den Gästen etwas geschenkt zu bekommen: »Ich glaube nicht, dass sie die zweite Sechs ranlassen. Die wollen das schnell über die Bühne bringen.« So interessant es ist, gegen einen Bundesligisten zu spielen, ist sich Wacker mit Claude Weber einig, dass das wichtigere Ereignis am Wochenende für sein Team die Zweitligapartie am Samstag um 19.30 Uhr zu Hause gegen Kempfenhausen ist. »Und ich bin wegen unserer Personallage froh, dass das vor dem Pokalspiel stattfindet«, meint Weber.
Bei Tim Wacker ist es noch nicht so lange her, dass er im DVV-Pokal gestanden hat. Im Jahre 2006 war er mit Zweitligist Eintracht Wiesbaden ins Achtelfinale eingezogen und 2007 in der Erstliga-Saison mit Rhein-Main Volley sogar bis ins Viertelfinale vorgestoßen. »Da haben wir gegen den SCC Berlin gespielt«, berichtet Zuspieler Thilo von Hagen, damals auch Vorsitzender von Rhein-Main Volley.
Die Turngemeinde muss dagegen weit zurückblättern in ihrer Vereinschronik. Mitte der neunziger Jahre war es, als sie gleich zweimal hintereinander das Achtelfinale erreicht hatte. »Jedes Mal gegen Friedrichshafen«, erinnert sich der damalige Zweitligaspieler Jürgen Kropp, »einmal hat uns Luis Ferradas trainiert, im Jahr darauf war er dann Trainer bei Friedrichshafen. Und wir haben zweimal nur knapp mit 2:3 verloren.«
Der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) nimmt im Anschluss an die Begegnung in der Köbel-Halle die Auslosung der Viertelfinalpartien der Männer und Frauen vor. Bundesspielwart Werner Schaus reist dazu mit den Loskugeln an. Als Glücksfeen konnten die frühere Rüsselsheimer Nationalspielerin Gabi Ockel, 1982 Deutschlands »Volleyballerin des Jahres«, und Stadtverordnetenvor steherin Renate Meixner-Römer gewonnen werden.
Für die Zuschauer hält die TG einen Bonus bereit: Wer ihr Spiel am Samstag gegen Kempfenhausen besucht, erhält kostenlos auch eine Eintrittskarte für die Pokalpartie. Ebenso garantieren online erworbene Tickets für das Achtelfinale auch gegen Kempfenhausen freien Einlass.
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Quelle: Rüsselsheimer Echo
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