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24.01.2008
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Die Mannschaft von Rhein-Main Volley hat den Schwung der beiden ersten Auswärtsspiele im neuen Jahr nicht mit in die Köbel-Halle nehmen können. SG Eltmann versetzte den hessischen Hoffnungen auf einen erfolgreichen Abstiegskampf in der Bundesliga gestern Abend einen herben Dämpfer.
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Niederlagen gegen den ehemaligen Verein tun offenbar besonders weh. Johann Löwen, bis zur Vorsaison für die Gäste vom Obermain am Ball, wollte nach dem deprimierenden 0:3 (25:27, 23:25, 22:25) alleine sein. Mit leeren Augen schaute der Außenangreifer von der obersten Tribünensitzreihe auf das Feld hinunter, wo seine früheren Mitspieler ihre Freude über den zweiten Auswärtserfolg in dieser Saison deutlich zum Ausdruck brachten. Keine Frage, dass auch die anderen Ex-"Eltmänner" im "RMV"-Kader, Andreas Kolle und der verletzte Zuspieler Michal Peciakowski, speziell diese Partie gerne gewonnen hätten. Dass der Frust bei Löwen besonders tief saß, könnte darin begründet liegen, dass er bei der SG zuletzt zum Libero umfunktioniert worden war. Nahe liegend, dass er seine am Untermain anerkannten Angriffsqualitäten gerne effektiv zum Ausdruck gebracht hätte.
Doch nicht allein bei Löwen wollte es im Gegensatz zu den Siegen in Wuppertal und Bad Dürrenberg nicht richtig laufen. "Die Lockerheit war heute bei allen nicht da. Dennoch hatten wir es im ersten und zweiten Satz selbst in der Hand. Wenn wir den ersten Satz gewinnen, geht das Spiel 3:0 für uns aus. So aber ist Eltmanns Sieg verdient, denn die haben deutlich mehr geblockt als wir, vor allem in den entscheidenden Situationen", so das Fazit von "RMV"-Trainer Christian Metzger.
Die abermals wenigen, aber hoffnungsfrohen Zuschauer trauten zunächst ihren Augen nicht. Diese Mannschaft sollte zuletzt zwei Auswärtssiege in Folge gefeiert haben? Angaben wurden reihenweise verschlagen, die Annahme war zittrig, die Pässe ungenau und im Angriff lief es zunächst ebenfalls unrund. Beim 14:20 gab kaum noch jemand einen Pfifferling für den Tabellenvorletzten, der vor allem den fränkischen Diagonalangreifer Alexander Mayer nicht in den Griff bekam. Fünf famose Angaben des Niederländers Mark Posthuma indes brachten die Hessen wieder heran. Diese wehrten dann sogar einen Satzball und standen plötzlich selbst vor der so wichtigen, weil beruhigenden Führung. Mit etwas Glück - der von Sören Schneider abgewehrte Ball prallte nicht weit neben dem Feld auf den Boden - überstand das erfahrene SG-Team diese brenzlige Situation.
Obwohl der Tabellensechste nach seinem zweiten Satzball jubeln konnte, hatte die Aufholjagd des heimischen Kollektivs doch Wirkung hinterlassen. Die Hessen waren nicht nur im Spiel, sondern drückten diesem bis zum 17:12 klar den Stempel auf. Drei verschlagene Angaben in Folge und insgesamt zu viele Aufschläge auf den sicheren Libero Jens Werner ließen den schönen Vorsprung wie Butter in der Sonne schmelzen. Beim 23:23 blieb Löwen zweimal hintereinander im gegnerischen Block hängen, im Anschluss scheiterte dann Jason Octave an den Armen zweier "Eltmänner".
Im dritten Durchgang hatten es die Gäste dann am einfachsten. Die Verkrampfung bei Rhein-Main Volley wurde immer deutlicher, die schwächeren Phasen immer länger. Beim 14:14 und 19:21 keimte noch einmal Hoffnung auf, doch nach einem abgewehrten Matchball waren Spieler, Funktionäre und Zuschauer um ein Stückchen Hoffnung ärmer, dass der Abstiegskampf erfolgreich bestanden wird.
Um in dieser Richtung nichts unversucht zu lassen, haben sich Christian Metzger und Thilo von Hagen gestern vor dem Spiel über das weitere Procedere verständigt. Überraschend wird Metzger nun doch weiterhin an der Seitenlinie stehen, obwohl er seinen Vertrag zum 31. Januar - wie berichtet - gekündigt hat und im Februar ein Referendariat in Sindelfingen beginnt. Während von Hagen die abendliche Trainingsgestaltung unter der Woche obliegt, will Metzger aus freien Stücken am Freitag anreisen und bei den Spielen das Coaching übernehmen. Eine für den Verein auch aus finanzieller Sicht gute Lösung. Denn weil von Hagen keine A-Lizenz besitzt, wären ab dessen drittem offiziellen Einsatz als Trainer Strafgebühren angefallen, die - neun Partien stehen noch aus - stetig angewachsen wären. Weitere Vorteile: Die Mannschaft hatte Metzgers Hinweise jüngst erfolgreich umgesetzt, und von Hagen wäre als Spielertrainer unter Umständen auf und neben dem Feld gefragt gewesen.
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Quelle: Main-Spitze
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