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05.10.2007
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Rhein-Main Volley vor 600 Zuschauern im dritten Abschnitt dicht dran
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Der Fehlstart kam keinesfalls unerwartet, ließ aber trotzdem ungute Gefühle aufkommen: Der erste Auftritt von Rhein-Main Volley in der Bundesliga verlief noch weniger positiv als die Premiere der TG Rüsselsheim vor zwei Jahren in der Walter-Köbel-Halle.
Lag der Sieg für die Turngemeinde im Oktober 2005 im Duell mit dem Oststeinbeker SV angesichts eines Matchballs im vierten Satz und einer Angriffschance ohne gegnerischen Block greifbar nahe, war das Konstrukt aus TG und Eintracht Wiesbaden davon am Mittwoch weit entfernt. Nach 82 effektiven Spielminuten jubelte heute wie damals ein Mitaufsteiger. VC Bad Dürrenberg- Spergau indes triumphierte 3:0 (25:22, 25:17, 27:25), was freilich wenig bedeuten muss. Besagter Oststeinbeker SV stieg in der Saison 2005/2006 gemeinsam mit der TG ab.
Entsprechend waren beide Trainer im Nachklapp um Relativierung bemüht. "Ich bin so unzufrieden gar nicht, mit dem Ergebnis schon. Die Einzelleistung der Spieler war nicht so schlecht, und im dritten Satz ist es ja dann auch richtig eng geworden", so "RMV"-Coach Christian Metzger. Dessen Pendant Michael Merten war erleichtert, dass es nicht zum 1:2-Satzanschluss gekommen war: "Dann wäre wieder alles offen gewesen, denn im dritten Satz sind wir nicht schlechter sondern Rhein-Main Volley stärker geworden. Wir sind natürlich überglücklich und heilfroh über den Sieg, denn die Bedeutung dieses Spiels war sehr hoch, zumal jetzt sechs Hammergegner hintereinander auf uns zukommen".
Während die Gäste die ersten beiden erstklassigen Zähler gerne mitnahmen, hielt sich die Trauer beim Verlierer in Grenzen: "Ich bin da schon mit einer gewissen Skepsis rangegangen. Mir war klar, dass das Team noch zwei, drei Wochen Zeit braucht, zumal zwei Spieler erst ein paar Tage hier sind", sagte der kommissarische "RMV"-Vorsitzende Thilo von Hagen. Die Freigaben für Jason Octave und Cristobal Gevert hatten Metzgers Gefühlswelt dagegen positiv beeinflusst. "Ich habe komischerweise ein gutes Gefühl", so der 35-Jährige wenige Minuten vor Spielbeginn.
In der Tat sah es es zunächst nicht schlecht aus für die Gastgeber. Rund 600 Zuschauer - die TG-Premiere von zwei Jahren hatte 1250 Fans mobilisiert - erfreuten sich an einer 11:8-Führung, was vornehmlich ein Verdienst des dunkelhäutigen und mit einem schnellen Armzug gesegneten Diagonalan- greifers Octave sowie des anfangs dynamischen Außenangreifers Johann Löwen war. Je länger die Partie dauerte, umso sicherer agierte das Team aus dem südöstlichen Randgebiet von Sachsen-Anhalt. Vor allem in der Mitte war der routiniertere Gast deutlich effektiver, konnte dank der stabileren Annahme aber auch viel häufiger erstes Tempo gehen, als die noch längst nicht eingespielte Heimmannschaft. "Der Gegner hat durchgängig deutlich weniger Fehler hintereinander gemacht als wir", so Metzger.
Die ohnehin nicht gerade euphorische Stimmung auf den Rängen war nach dem zweiten Durchgang im Keller. Von Beginn an lief beim Gastgeber nichts zusammen, und allein Octave gab dem VC-Kollektiv Rätsel auf. Wer nun dachte, das Ding sei durch, irrte gewaltig. Die Einheimischen knieten sich im dritten Abschnitt noch mal richtig rein und deuteten ihr Potential an, vergaben aber einige Punktballchancen. Beim 20:20 landete ein "RMV"-Block ganz knapp im Aus, beim 22:22 baggerte der ansonsten gute Libero Peter Wellbrock einen "Danke-Ball" direkt auf die andere Seite zurück. Und da in der Endphase auch Octave zweimal ins Aus und in den Block "semmelte", war beim vierten Matchball die Messe gelesen.
"Man darf nicht vergessen, dass es für einige Leute heute das erste Erstligaspiel war. Wir werden konzentriert weiter arbeiten und eifrig trainieren," sagte Metzger. Darüber hinaus soll der Kader noch einmal aufgewertet werden: Geht alles glatt, wird ein neuer Mittelblocker schon am Samstag im ersten Auswärtsspiel bei SG Eltmann mit von der Partie sein.
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Quelle: Main-Spitze
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