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09.02.2009
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Einen 5:8-Rückstand verkürzten sie im Tiebreak auf 8:9 und gingen dank fünf Angriffspunkten von Johann Löwen mit 12:11 in Führung. Doch dann schlug Zuspieler Sam Bragg eine Angabe ins Aus, Tim Wacker blieb im Block von TuS-Spieler Andreas Kolle hängen, und Löwen wurde von Christian Hesse abgeblockt.
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Es stand 14:12 für Kriftel. Den ersten Matchball wehrte Wacker noch ab, ehe Löwen den zweiten Spielball mit einer Angabe ins Netz setzte.
So kam es wie so oft gegen TuS Kriftel. Rhein-Main Volley verlor am gestrigen Sonntag das Rhein-Main-Derby der Zweiten Bundesliga Süd nach mehr als zwei Stunden Spielzeit wie in der Hinrunde mit 2:3 (19:25, 25:18, 25:21, 22:25, 13:15). Dabei hatten die Gastgeber bei einer 2:1-Satzführung vor rund 300 Zuschauern in der Rüsselsheimer Köbel-Halle im vierten Durchgang die Vorteile auf ihrer Seite.
Eine 11:8-Führung war ihnen da allerdings schnell beim 11:12 abhanden gekommen. In der Folge ging es hin und her, ehe Schwächen im Außenblock einen 17:20-Rückstand herbeiführten. Jörn Freiwald brachte Rhein-Main Volley mit erfolgreichen Block-Aktionen auf 22:23 heran.
Aber nun gelang TuS-Außenangreifer Christian Hesse das 24:22, ehe Carlo Wiese am Krifteler Block scheiterte. Mit 22:25 hatten die Gastgeber das Nachsehen und rannten im Tiebreak dann meist hinterher.
Für Spielertrainer Thilo von Hagen war es ein glücklicher Sieg für den Gegner, „denn wir waren heute die bessere Mannschaft“. Im zweiten und dritten Satz sei die Taktik aufgegangen. Bis Mitte des vierten Durchgangs habe sein Team auf Siegeskurs gelegen. „Aber dann sind uns dumme Fehler passiert, und wir haben Kriftel ins Spiel gebracht.“ Den Gästen, die mit Anton Borger, Andreas Kolle, Ralph Nothhaft, Christian Hesse und Frank Bachmann gleich fünf ehemalige Spieler von Rhein-Main Volley und TG Rüsselsheim aufboten, gelang im vierten Satz allerdings auch ein erfolgreicher taktischer Schachzug. Denn vier neue Spieler brachte das Trainerduo Klaus Hermann und Volker Braun, beides frühere Zweitliga-Spieler der TG Rüsselsheim, nun aufs Feld. „Und trotzdem war kein Leistungsabfall zu bemerken“, verwies TuS-Außenangreifer Frank Bachmann nach dem Derby auf die gute Bank seines Krifteler Teams. „Mit mehr Mut im Aufschlag“, wie Volker Braun meinte, sei seiner Mannschaft die Wende gelungen.
Thilo von Hagen fand die Niederlage indes besonders bitter, „weil wir besser waren und weil wir gegen keinen Gegner in dieser Saison zweimal verlieren wollten“. Peter Wellbrock beklagte „zu viele Fehler im Aufschlag“ und eine zu schwankende Annahme.
„Das war kein gutes Spiel von uns“, räumte der Libero ein. Im Vergleich zur vorherigen tollen Leistung beim 3:2-Sieg in Freiburg habe nun der letzte Biss gefehlt.
Rhein-Main Volley weist nun bereits vier Punkte weniger auf als Kriftel und hat im Kampf um die Vizemeisterschaft die schlechteren Karten. Den Zug sieht von Hagen dafür noch nicht abgefahren. Eine Vorentscheidung war die Niederlage im Derby aber schon.
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Quelle: Rüsselsheimer Echo
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