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09.11.2009
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Die Enttäuschung stand den Spielern der TuS Kriftel ins Gesicht geschrieben. Gerade hatte die Turn- und Sportgemeinde den dritten Satz nach einer 22:19 und 24:22-Führung noch mit 24:26 an die Mannschaft von Rhein-Main Volley abgegeben, danach ergab sich das Team von TuS-Trainer Klaus Hermann in sein Schicksal.
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Die "Volleys" konnten stattdessen am Samstagabend vor rund 400 Zuschauern in der Köbelhalle durch den 3:1-Erfolg (25:22, 21:25, 26:24, 25:19) über TuS Kriftel ihren sechsten Sieg im achten Spiel landen und rückten dadurch auf den vierten Tabellenplatz in der Zweiten Bundesliga, Gruppe Süd, vor.
"Das war ein sehr emotionales und aggressives Spiel" stellte "RMV"-Coach Luis Ferradas nach der Begegnung fest. Beide Teams hätten über weite Strecken der Partie sehr gutes Volleyball gespielt, so Ferradas weiter, der sich natürlich zufrieden mit seinen Schützlingen zeigte. Am Ende setzte sich die Erfahrung und Abgeklärtheit der "Volleys" durch, die nach drei Niederlagen gegen den Lokalrivalen in Folge wieder einmal einen Sieg landen konnten, während die Gäste mit einigen Schiedsrichterentscheidungen haderten.
Das "RMV"-Team begann mit dem frisch aus den Flitterwochen zurückgekehrten Diagonalangreifer Tim Wacker und Johannes Gruppe als Zuspieler bärenstark und führte bereits nach wenigen Minuten 8:2. Doch die Mannschaft von TuS Kriftel kämpfte sich in die Partie und kam auf 12:14 heran, ehe die Gastgeber vorentscheidend auf 21:15 davonzogen. Im zweiten Durchgang gaben die Gastgeber dann die Begegnung aus der Hand. Das junge Krifteler Team beeindruckte durch seinen Kampfgeist und bekam immer wieder Szenenapplaus für toll erkämpfte Bälle, der Gewinn des zweiten Satzes folgte als Belohnung, nicht zuletzt Dank des stark auftrumpfenden ehemaligen TG Rüsselsheim-Akteurs Anton Borger. Auch im dritten Satz schienen die Krifteler die besseren Karten zu haben, führten fast durchgängig, bis die "Volleys", mittlerweile mit Sören Schneider als Zuspieler, eiskalt zuschlugen und mit ihrer zweiten Führung überhaupt in diesem Durchgang den Satzball verwandelten. "Danach war ich mir sicher, dass wir die Krifteler gebrochen haben", sah auch "RMV"-Kapitän Tim Wacker den Gewinn des dritten Satzes als Knackpunkt der Partie an. Jetzt hofft "RMV"-Trainer Luis Ferradas, der erstmals auf alle zehn Spieler seines Kaders zurückgreifen konnte, endlich eine Mannschaft formen zu können. Seine Schützlinge feierte den Derby-Sieg zu den Klängen der Guggemusiker der "Bembeljeescher" des Rüsselsheimer Carneval-Vereins, die bereits während des Spiels für Stimmung auf den Rängen gesorgt hatten.
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Quelle: Main-Spitze
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