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03.11.2007
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Andreas Kolle will alles daran setzen, mit Bundesligist Rhein-Main Volley den Klassenerhalt zu schaffen – Heute gegen Leipzig
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Nur zwei Spieler sind übrig geblieben von Zweitligist TG Rüsselsheim. Nur einer hat es in die Anfangsaufstellung von Volleyball-Bundesligist Rhein-Main Volley geschafft. Und auch hier erweist sich Andreas Kolle als feste Größe, bewegt sich im Mittelblock auf Erstliga-Niveau.
Damit er für Rhein-Main Volley in der Bundesliga aufschlagen kann, hat der 24 Jahre alte Königstädter eigens seine berufliche Neuorientierung entsprechend ausgerichtet. Nach einer Ausbildung zum Luftverkehrskaufmann nebst BWL-Studium zog es ihn nun zur Polizei, wo er Kommissar-Anwärter ist. Liegt seine Dienststelle in Mainz-Kastel und damit nahe an seinem Wohnort und an der Rüsselsheimer Köbel-Halle, der Trainings- und Spielstätte von Rhein-Main Volley, dran, so genießt Kolle vor allem den Vorteil, bei seiner Aufnahme in die hessische Polizeischule zugleich auch die Zugehörigkeit in die Sportfördergruppe erlangt zu haben.
„Das war mir wichtig, dass ich bei Rhein-Main in der Bundesliga spielen kann“, betont der 1,98 Meter große Mittelblocker. Hier will er den Klassenerhalt schaffen, hier sieht er seine sportliche Zukunft.
Für Andreas Kolle, der zusammen mit Diagonalspieler Christian Günther drei Jahre lang für die TG Rüsselsheim aufgeschlagen hat, ist es die dritte Erstliga-Saison. Eine hat er mit der TG hinter sich, davor eine mit der SG Eltmann. In dieser Zeit hat er Johann Löwen, Außenangreifer bei Rhein-Main, kennen gelernt.
Und mit den beiden von der Eintracht Wiesbaden stammenden Spielern, Ralph Nothhaft und Peter Wellbrock, besuchte der ehemalige Jugend- und Juniorennationalspieler früher das Frankfurter Volleyballinternat und spielte mit ihnen in der Jugend vom ASV Dachau. „Ich habe also einige schon gekannt“, bedeutete für ihn die Neuformierung des Rhein-Main-Teams ein Wiedersehen mit alten Bekannten.
Wenn Andreas Kolle von seiner neuen Mannschaft spricht, gerät er fast ins Schwärmen: „Die Mannschaft ist perfekt. Wir verstehen uns sehr gut und brennen darauf, uns in der Bundesliga zu behaupten.“ Obwohl es viele verschiedene Spielertypen gebe, würden doch alle an einem Strang ziehen und eine professionelle Einstellung an den Tag legen.
Charakteristisch dafür fand Kolle die Tatsache, dass die Spieler auch dann zielstrebig weiter trainiert haben, als sie im Sommer nach dem geplatzten Vertrag mit Edwin Benne ohne Trainer dastanden. Anfangs skeptisch, freut sich Kolle, dass doch „ein so tolles Team auf die Beine gestellt wurde“. Neben Sportdirektor und Trainer Christian Metzger und dem Zweiten Vorsitzenden Thilo von Hagen haben in seinen Augen vor allem Manager Jan Wüntscher und Jürgen Meister von der Turngemeinde großen Anteil daran.
Damit nun auch wieder so viele Zuschauer in die Köbel-Halle kommen wie vor zwei Jahren in der Erstliga-Saison der TG Rüsselsheim, „müssen wir bald Siege einfahren und auch mal gegen eine Mannschaft gewinnen, wo es nicht so sehr erwartet wird“, so Kolle. Den ersten Saisonerfolg erhofft er sich am heutigen Samstag um 20 Uhr in der Köbel-Halle gegen den VC Leipzig. Bis Weihnachten sollten dann gegen Hamburg und Königs-Wusterhausen zwei weitere dazu kommen.
„Wir sind auf dem besten Weg“, sieht Kolle den nächsten Spielen optimistisch entgegen. Allerdings müsse seine Mannschaft dabei Durchsetzungskraft im Angriff, Konstanz in der Annahme, Konzentration im Aufschlag und Konsequenz bei Dankebällen zeigen. Dann, so ist sich der 24-Jährige sicher, werde der Klassenerhalt gelingen und das Projekt Rhein-Main Volley in Rüsselsheim eine Zukunft haben.
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Quelle: Rüsselsheimer Echo
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