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Wilmas wilde Worte

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Der Mann für alle Fälle

25.01.2008
Vielleicht liegt es ja daran, dass Thilo von Hagen nur schwer nein sagen kann. Und dass der Familienvater zu oft nicht der Vernunft, sondern seinem Herzen folgt. Dass Letzteres für den Volleyball-Bundesligisten Rhein-Main Volley schlägt, ist sicher.
Denn von Hagen, von Berufs wegen ziemlich beschäftigter Pressesprecher des Deutschen Volleyball-Verbandes, sprang nicht nur vor einigen Monaten ein, als der Bundesligist in Personalnot war und einen Zuspieler benötigte. Womit der langjährige Steller der TG Rüsselsheim, die mit Eintracht Wiesbaden zu Rhein-Main Volley fusionierte, seinen Rücktritt vom Sport wieder zurücknahm. Er arbeitet zudem im Vorstand des Bundesligisten mit.

Jetzt wird von Hagen Rhein-Main Volley auch noch bis zum Ende der Saison als Trainer zur Verfügung stehen. Weil Coach Christian Metzger wie erwartet im Februar sein Lehramtsreferendariat in Sindelfingen beginnt und nicht länger pendeln kann, übernimmt von Hagen die Trainingseinheiten. Und übt sich angesichts der Tatsache, dass er sich noch vor der Saison auf geruhsamere Zeiten freute, in sanfter Ironie: "Mir war ein bisschen langweilig. Deshalb dachte ich: Kannste eigentlich auch Trainer machen."

Wenigstens den Humor hat von Hagen noch nicht verloren, auch wenn er am Mittwoch mit ansehen musste, wie der Aufwärtstrend seiner Mannschaft schon wieder gestoppt wurde: Nach zwei Siegen in Folge musste der Tabellenvorletzte gegen die SG Eltmann eine 0:3-Niederlage hinnehmen. Die Hoffnungen auf den Klassenerhalt haben damit einen Dämpfer erhalten. "Die Lockerheit war heute nicht da", erklärte Metzger, der mit von Hagen gemeinsam auf der Bank saß. Zwar trennen die Hessen nur zwei Punkte vom ersten Nichtabstiegsplatz, doch das Restprogramm für den Aufsteiger hat es in sich. So erwartet der Klub morgen (20 Uhr, Walter-Köbel-Halle) Rekordmeister VfB Friedrichshafen. Metzger wird bis zum Saisonende an Spieltagen noch dabei sein. Vor allem, weil er, anders als von Hagen, die nötige Trainer-A-Lizenz besitzt.

Unter der Woche ist aber von Hagen für das Team verantwortlich. Und befindet sich damit in einer ungewohnten Rolle. "Klar habe ich schon mal ausgeholfen. Aber es ist schon etwas anderes, wenn du einen richtigen Trainingsaufbau machen musst."

Dennoch traut sich der Routinier zu, die Mannschaft zu führen. Und hofft darauf, dass die jüngste Pleite nur ein Zwischentief war. "Die zwei Siege davor haben Selbstbewusstsein gegeben. Sie haben gemerkt, sie können es", sagt er. Gleichwohl weiß von Hagen, dass das Team angesichts der neuen Chance auf den Klassenerhalt verkrampfen könnte. Dem will er entgegenwirken. Mit harter Arbeit, aber auch mit dem ihm eigenen Humor. "Vielleicht schaffen wir ja das Wunder von Rhein-Main", sagt er. Und schließt im nächsten Satz aus, dass er dann auch noch für die Playoffs zur Verfügung stehen würde.
Quelle: Frankfurter Rundschau
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TG 1862 Rüsselsheim 3
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1. GSVE Delitzsch42:10
2. VC Dresden40:12
3. L.E. Volleys38:14
4. FT 1844 Freiburg36:16
5. ASV Dachau34:18
6. TuS Durmersheim32:20
7. TG 1862 Rüsselsheim28:24
8. VSG Coburg/Grub24:28
9. VYS Friedrichshafen22:30
10. VC Eintracht Mendig20:32
11. TSV Grafing16:36
12. TSV Friedberg16:36
13. TSV GA Stuttgart14:38
14. VCO Kempfenhausen2:50
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