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05.11.2007
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Andreas Kolle hat nicht zu hoch gegriffen: Der Mittelblocker sprach schon vor der Partie von guten Chancen und hatte einen Sieg im Kalkül.
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Dass der Erfolg dann aber gleich so klar ausfallen würde, überraschte auch ihn. Volleyball-Bundesligist Rhein-Main Volley holte nach vier Niederlagen am Samstag gegen den VC Leipzig die ersten Punkte für den Klassenerhalt – und blieb ohne Satzverlust. Mit 3:0 (25:23, 25:17, 25:16) schickten die Gastgeber den konsternierten Gegner nach nur 64 Minuten reiner Spielzeit nach Hause. In der Tabelle verbesserte sich Rhein-Main Volley vom letzten auf den drittletzten Rang und steht damit auf einem Nichtabstiegsplatz.
Obendrein bescherten die Gastgeber den Zuschauern in der Köbel-Halle den ersten Volleyball-Bundesliga-Heimsieg bei den Männern. Um 21.15 Uhr war es soweit. Nachdem der TG Rüsselsheim vor zwei Jahren in der Eliteklasse kein Erfolg vor eigenem Publikum vergönnt war, ist dies nun der Mannschaft von Trainer Christian Metzger gelungen.
Vor etwas mehr als 400 Besuchern in der erneut dürftig besetzten Köbel-Halle zeigte das Metzger-Team genau die Qualitäten, die gefordert waren: Gute Aufschlagtaktik, starke Blockarbeit, Durchsetzungskraft im Angriff und vor allem Geschlossenheit und Stimmung auf dem Feld.
Im ersten Satz allerdings sah es noch nach einem engen Match aus. Beide Mannschaften bewegten sich auf Augenhöhe. Nach anfänglicher knapper Führung gerieten die Gastgeber beim 13:16 in Rückstand. Doch Jason Octave sorgte auf der Diagonalposition mit seinen wuchtigen Schlägen für den Ausgleich. Der 27 Jahre alte Neuzugang aus der Karibik war es auch, dem nach dem 16:18 das 18:18 gelang. Zuvor hatte sich Außenangreifer Johann Löwen gegen einen Dreierblock behauptet. Als Andreas Kolle mit einem kompromisslosen Block die 20:19-Führung hergestellt hatte, bog sein Team auf die Gewinnerstraße ein. Beim 22:22 schmetterte Ralph Nothhaft in der Mitte per Schnellangriff zum 23:22.
Dann ein kurioser Punkt von Octave: Bei einem Angriff sprang ihm der Ball vom gegnerischen Block an den Oberkörper, prallte von dort ins Leipziger Feld und fiel auf den Boden, der Satzball.
Zwei Anläufe brauchte Rhein-Main noch. Nach einem vergebenen Ball traf Außenangreifer Johann Löwen im Anschluss an eine tolle Annahme von Peter Wellbrock zum 25:23. „Danach war ich mir sicher, dass wir das Spiel gewinnen“, sagte der nach dem Abpfiff erleichterte und freudestrahlende Metzger. Sein Gefühl hatte den Trainer nicht getrogen. Die Verunsicherung der Leipziger nutzten seine Spieler im zweiten Satz, setzten sich beim 11:7 erstmals ab und bauten den Vorsprung von 16:12 entscheidend auf 18:12 aus. Der VC kam nicht mehr heran, leistete sich Fehler (besonders beim Aufschlag) und machte es Rhein-Main leicht.
Gegen die frustriert wirkenden Sachsen, bei denen die Luft nun raus war, hatten die Gastgeber auch im dritten Abschnitt nicht viel Mühe. Ging es bis zum 10:9 noch ausgeglichen zu, holten sie dann fünf Punkte in Folge zum 15:9. Nun gelang dem Rhein-Main-Team fast alles. Charakteristisch dafür zwei Szenen: Beim 22:14 bediente Michal Peciakowski mit einem sehenswerten Einhand-Zuspiel Ralph Nothhaft in der Mitte, der das Leder voll versenkte; beim 23:15 landete ein Aufschlag von Peciakowski auf der Netzkante und fiel von dort unerreichbar ins Leipziger Feld.
Den Matchball besorgte Andreas Kolle. Er setzte den krönenden Schlusspunkt unter eine gelungene Vorstellung. Der frühere Spieler der TG Rüsselsheim hatte nicht zu viel versprochen.
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Quelle: Rüsselsheimer Echo
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