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14.12.2007
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High Noon: Rhein-Main Volley gegen Hamburg Cowboys. Der Verlierer hat kaum noch eine Chance, den drittletzten Platz und damit das rettende Ufer zu erreichen. So steht für das Team von Christian Metzger am Samstag um 20 Uhr in der Rüsselsheimer Walter-Köbel-Halle gegen das Schlusslicht der Tabelle das wichtigste Spiel des Jahres in der Volleyball-Bundesliga bevor.
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Dabei befinden sich die Cowboys vom hohen Norden noch mehr unter Druck als die Hessen. Sie haben bisher keinen einzigen Sieg erkämpft. Rhein-Main Volley setzte sich dagegen bereits gegen Leipzig durch. Aber ohne Erfolg über Hamburg wird es auch für das Metzger-Team „sehr schwer, noch den drittletzten Platz zu erreichen“, wie Vorstandsmitglied Thilo von Hagen erklärte.
Der langjährige Zuspieler der TG Rüsselsheim wird sich deshalb auch am Samstag auf die Bank setzen, damit neben Sören Schneider noch eine Alternative auf der Passgeber-Position besteht. Allerdings will von Hagen „nur im Notfall“ mitmischen.
Bangen mussten die Rhein-Main-Volleyballer in dieser Woche um den Einsatz von Johann Löwen. Der herausragende Außenangreifer, von Saisonbeginn an gut drauf und sehr stark spielend während der Hinrunde, klagte über Grippebeschwerden und hatte Fieber. „Aber heute trainiere ich mit und werde am Samstag auch spielen“, betonte der 25-jährige Außenangreifer am gestrigen Nachmittag. Nach der guten Leistung im Viertelfinal-Pokalspiel gegen den SCC Berlin, das nach hartem Kampf mit 1:3 verloren ging, muss das Metzger-Team nun auch gegen den Letzten alles geben.
Dabei ist Außenangreifer Christian Günther, der nach längerer Verletzungspause gegen Berlin wieder einsatzfähig war, sicher: „Wir wissen alle, worauf es ankommt. Das ist ein extrem wichtiges Spiel. Wir sind sehr optimistisch, haben viel und gut trainiert und gehen mit viel Respekt, aber ohne Angst in das Spiel.“
Günther, mit Andreas Kolle einzig verbliebener Akteur der TG Rüsselsheim im Bundesliga-Team, hat zwar nach seinem Bänderriss noch Schmerzen im Fuß, will aber am Samstag unbedingt dabei sein: „Da muss man halt mal die Zähne zusammenbeißen“, so Günther.
Gegen den Mitaufsteiger aus Hamburg, der dem Oststeinbeker SV angehört und unter seinem Namen vor zwei Jahren mit der TG Rüsselsheim eine Saison lang in der Ersten Liga ans Netz ging, müssen die Gastgeber vor allem auf Sven Glinker aufpassen. Der von Eltmann gekommene ehemalige Nationalspieler bildet im Außenangriff eine Bank für die Cowboys. Ebenso ragt der 2,02 Meter große Diagonalangreifer Sebastian Fuchs, U 23-Europameister im Beachvolleyball, aus der Mannschaft von Trainer Bernd Schlesinger heraus.
Wäre das Bundesligateam der Hamburger übrigens so erfolgreich wie der Verein kreativ ist im Finden von Namen, es würde gut dastehen in der Tabelle. So heißt der Fanclub der Cowboys sinnigerweise „Los Desperados“. Die zweite Mannschaft etwa tritt als „Ostbek Pirates“ in der Regionalliga Nord an. Die Frauen spielen als „Ostbek Cowgirls“ in der Hamburger Verbandsliga.
Da kann Rhein-Main nur bei den Spitznamen mithalten: Günni, PJ, Joey, Kolinski, Long, Ralle und wie sie alle heißen – nachzulesen im Programmheft. Doch nicht nur deswegen lohnt es sich am Samstag, in die Köbel-Halle zu kommen. „Es ist das letzte Spiel in diesem Jahr. Und wir haben einen Gegner, den wir schlagen können. Und die Leute wollen ja Siege von uns sehen“, meint Thilo von Hagen und hofft, dass doch ein paar mehr Zuschauer kommen als bisher.
Ein Sieg wäre im Übrigen auch deshalb wichtig, weil Rhein-Main Volley dann eher einen guten zweiten Zuspieler findet. Denn bei einer Niederlage wird es sicher schwer, noch jemanden zu begeistern. Und dann würde sich für Thilo von Hagen auch die Frage stellen, „ob sich eine Investition noch lohnt“.
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Quelle: Rüsselsheimer Echo
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