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10.10.2009
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Kurz nach der Bundestagswahl macht sich unser Kolumnist heute nicht nur Gedanken über die Zukunft unseres Landes, sondern insbesondere auch über die Trends in der 2. Volleyball-Bundesliga. Denn auch hier muss immer erst die letzte Stimme ausgezählt, beziehungsweise der letzte Punkt gespielt werden...
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Die Nummer 10 von rhein-main volley gehört gleich mehreren gefährdeten Randgruppen an: Carlo Wiese lebt nicht nur als Norddeutscher in Hessen und fungierte zeitweise als (Aushilfs-)Libero beim Volleyball – Er ist auch noch Banker, genauer gesagt Derivatehändler. Deswegen möchten wir ihm und seiner Sicht der Dinge an dieser Stelle ein Forum bieten.
Moin, Moin!
Das vorläufige amtliche Endergebnis steht fest, alle Zugewinne und Verluste sind ermittelt – und rhein-main volley gehört als Tabellenzweiter ganz klar zu den Siegern. Wie bei der Bundestagswahl haben die zurückliegenden Wochenenden auch in der 2. Volleyball-Bundesliga für neue Machtverhältnisse gesorgt. Kopf an Kopf mit Leipzig stehen wir jetzt ganz oben, gerade noch getrennt durch ein paar Überhangmandate, in unserem Fall Ballpunkte. Benachbarte Vereine sind dagegen schon froh, dass sie den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde und weg von den Abstiegsplätzen geschafft haben.
Auch wenn unser Kabinett noch nicht komplett steht, können wir Spitzenpolitiker auf dem Spielfeld schon eine echte Erfolgsbilanz vorweisen. Liegt eventuell auch daran, dass unser Außenminister Jonathan Scott ziemlich perfekt Englisch spricht… Erfreulicherweise kommt im Volleyball das "Rematch" ja nicht erst nach vier Jahren. Was für die SPD NRW ist, ist für uns das anstehende Heimspiel gegen die L.E. Volleys: Die Chance, danach selbst die Nase vorn zu haben. Angesichts unseres dezimierten Kaders sehen die Wahlforscher den Trend gegen uns, aber mal schauen. Hauptsache unsere Stammwähler kommen zahlreich in die Halle!
Zum Schluss heute einmal etwas Ernstes: Da mein Bruder momentan in der Ecke ist, habe ich die schrecklichen Naturkatastrophen in Asien relativ genau verfolgt. Ich würde mich freuen, wenn sich möglichst viele Leser entschließen könnten, den Menschen dort mit einer Spende zu helfen. Die haben nämlich wirklich ganz andere Probleme als die Formulierung einer kleinen Volleyball-Kolumne…
Euer Carlo Columno
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