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21.01.2008
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Schon vor Saisonbeginn stand fest, dass Christian Metzger im Februar im Rahmen seiner Lehrerausbildung in Baden-Württemberg ein Referendariat beginnen wird. Dass dies mit seiner Tätigkeit als Trainer von Volleyball-Bundesligist Rhein-Main Volley kaum zu vereinbaren ist, war klar.
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Nun ist es amtlich: Der 36 Jahre alte Stuttgarter hat seinen Vertrag vorzeitig gekündigt. Neuer Interimstrainer wird Thilo von Hagen, der bereits kommissarischer Vorsitzender und auch zweiter Zuspieler von Rhein-Main Volley ist.
„Während des gesamten Saisonverlaufs hatte Christian Metzger täglich die weite Anfahrt aus seinem Wohnort Sindelfingen auf sich genommen“, heißt es in einer gestern von Manager Jan Wüntscher verfassten Presseerklärung. „Alle Beteiligten waren sich einig, dass die notwendige Präsenz vor Ort unter diesen Umständen kaum weiter zu leisten sein wird und eine neue Lösung gefunden werden muss.“ Ein möglichst reibungsloser Übergang sollte gefunden werden. Und deshalb erschien die Variante mit Thilo von Hagen als die naheliegendste und beste. „Es ist die einzig vernünftige Lösung“, findet auch Metzger.
Laut Presseerklärung war der langjährige Zuspieler der TG Rüsselsheim als Vorstandsmitglied von Rhein-Main Volley „ohnehin von Anfang an an allen sportlichen Planungen beteiligt. Er besitzt die notwendige Erfahrung und kennt die Mannschaft und das Umfeld aus nächster Nähe, zumal er schon in der Vergangenheit mehrfach vertretungsweise die Übungseinheiten betreut hat.“
Ein Engagement ist nun erst möglich, nach seinem Aufenthalt als Pressesprecher des Deutschen Volleyball-Verbandes beim Olympia-Qualifikationsturnier der Frauen in Halle. Die Vorbereitung aufs Heimspiel am Mittwoch gegen die SG Eltmann absolviert er gemeinsam mit Metzger. Ebenso das Coaching. Zumal der Zuspieler dabei womöglich selbst zum Einsatz kommen wird.
„Christian Metzger wird uns jedoch weiter begleiten und unterstützen“, betonte Jan Wüntscher gestern telefonisch auf Anfrage. Wie dieses Engagement genau aussehen werde, ist aber noch offen, erklärte Metzger gestern selbst in einem Gespräch mit dieser Zeitung. „Ich denke aber, es würde der Mannschaft helfen, wenn da weiter Unterstützung von meiner Seite da wäre.“ Laut Presseerklärung werde die weitere Einbindung von Metzger von seinen Spielern ausdrücklich gewünscht.
Jan Wüntscher hob noch einmal den enormen Einsatz von Metzger während der zurückliegenden Monate hervor, als er fast täglich fünf Stunden Autobahnfahrt auf sich genommen hat. Für dieses Engagement sah sich der scheidende Trainer nun mit den beiden Siegen gegen Wuppertal und am Samstag gegen Bad Dürrberg/Spergau belohnt (siehe Bericht auf dieser Seite). Er kann daher guten Gewissens sein Amt an Thilo von Hagen übergeben.
Dieser erklärte gestern telefonisch aus Halle: „Es war nicht gerade mein Wunsch, den Trainerjob zu übernehmen. Denn ich bin beruflich und familiär eigentlich ausgelastet. Aber der Zeitraum ist bis zum Rundenende am 15. März überschaubar. Es ist in unserer Notlage, allein was die Kosten angeht, die beste Lösung.“
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Quelle: Rüsselsheimer Echo
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