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Wilmas wilde Worte

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Besser, aber wiederum zweiter Sieger

09.02.2009
Eine ganz bittere 2:3-Niederlage (19:25, 25:18, 25:21, 22:25, 13:15) musste die Mannschaft von Rhein-Main Volley gestern in der Zweiten Bundesliga, Gruppe Süd, im Hessenderby gegen TuS Kriftel hinnehmen. Bitter deswegen, weil die "Volleys" am Sonntag nachmittag in der Walter-KöbelHalle die bessere Mannschaft waren und der Sieg greifbar nahe schien.

Abgerechnet indes wird bekanntlich immer erst am Schluss, und hier jubelten wie schon im Hinrundenspiel die Krifteler. "Wenn wir das Hinspiel gewonnen hätten, wäre das glücklich gewesen. Aber heute hätten wir den Sieg verdient gehabt", trauerte "RMV"-Trainer Thilo von Hagen den eingebüßten beiden Punkten und gleichzeitig dem nun wohl vorzeitig verlorenen Rennen um die (bedeutungslose) "Vizemeisterschaft" hinterher.

Nach einem schwachen ersten Satz, in dem der Bundesligaabsteiger durch viele individuelle Fehler den Gästen aus dem Main-Taunus-Kreis den Satzgewinn bescherte, steigerten sich die Einheimischen und hatten die mit vielen bekannten Gesichtern durchsetzte Gästemannschaft in den Durchgängen zwei und drei bestens im Griff. Vor allem bei der Blockabwehr wussten die "Volleys" zu gefallen und ließen nur eine verschwindend geringe Anzahl an Punkten durch Außenangreifer Anton Borger zu, den der "RMV"-Coach im Vorhinein als Kriftels "Schlüsselspieler" ausgemacht hatte. "Aber eines muss man den Kriftelern zugute halten: Sie geben nicht auf", sah von Hagen in der unerschütterlichen Moral den Grund für den neuerlichen TuS-Erfolg.

Als viele der rund 300 Zuschauer die "Volleys" nach einer 8:4-Führung im vierten Satz auf der Siegerstraße wähnten, bäumte sich der Turn- und Sportverein plötzlich auf, drehte den Satz und schließlich das komplette Spiel. Im fünften Satz liefen die "Volleys" permanent einem Rückstand hinterher und standen am Ende zum mittlerweile siebten Male in dieser Saison mit leeren Händen da.

Dass der vor gut einem Jahr noch im südlichen All-Star-Team aktive Johann Löwen das Match mit einem Sprungaufschlag ins Netz beendete, wollte der "RMV"-Coach ihm nicht zum Vorwurf machen. "Er hat mich vorher extra noch gefragt, was er machen soll, und ich hab ihm gesagt: Hau drauf", nahm von Hagen seinen Schützling in Schutz. Mehr ärgerte den Übungsleiter, dass Zuspieler Sam Bragg beim Stand von 11:10 für die "Volleys" im Tiebreak ein Aufschlagfehler unterlief.

Natürliche schmerze eine Niederlage im Derby sehr, räumte von Hagen ein. Seinen Blick richtete er aber schnell wieder nach vorn. "Mal sehen, ob wir den Tabellenführer ein zweites Mal schlagen können", sagte der "RMV"-Coach, der in acht Tagen mit seiner Mannschaft beim designierten Aufsteiger TV Bühl vorstellig wird.
Quelle: Main-Spitze
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