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Wilmas wilde Worte

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Berlin kommt jetzt gerade recht

15.02.2008
Als die Nachricht vom Sieg des VC Bad Dürrenberg/Spergau in Wuppertal die Runde machte, dürfte sich so mancher bei Volleyball-Bundesligist Rhein-Main-Volley gedacht haben: „Das war’s.“ Fünf Spieltage vor Rundenschluss ist der Rückstand der Hessen auf den rettenden drittletzten Platz auf vier Punkte angewachsen.
Denn während Dürrenberg gewann, musste das Team um sein Trainergespann Christian Metzger und Thilo von Hagen beim Tabellensiebten VC Leipzig eine bittere 1:3 (23:25, 25:22, 14:25, 18:25)-Niederlage hinnehmen. „In den ersten beiden Sätzen war es okay“, meint von Hagen, der das Zuspiel übernahm, „aber dann gab es eine ominöse Zehn-Minuten-Pause.“ Und im dritten Durchgang lief bei seiner Mannschaft in der Annahme nichts mehr zusammen. Nachdem Leipzig auf Flatteraufschläge umgestellt hatte, brach Rhein-Main ein.

„In dieser Art und Weise hat mich der Einbruch in der Annahme schon überrascht“, schüttelt von Hagen den Kopf, „denn wir haben selbst viele Spieler, die Flatteraufschläge schlagen, so dass wir das im Training ja üben“.

Dass nun am morgigen Samstag um 20 Uhr in der Rüsselsheimer Köbel-Halle im Heimspiel gegen den Tabellendritten SCC Berlin ein schwerer Gegner folgt, kommt von Hagen deshalb nicht unrecht. In der klaren Außenseiterrolle, kann seine Mannschaft hier unbeschwert aufspielen.

Gegen Berlin wäre ein Satzgewinn bereits ein Erfolg. Dass dies möglich ist, haben die Rhein-Main-Volleyballer im Pokal bewiesen. Da nahmen sie dem SCC im Viertelfinale den zweiten Durchgang mit 25:20 ab und gaben sich erst nach zwei Stunden hartem Kampf geschlagen. „Wir hätten auch gewinnen können“, fand Christian Metzger damals.

Wenn es zum erneuten Aufeinandertreffen kommt, dürften die Chancen auf einen Sieg aber minimal sein. Allein das Hinspiel spricht dagegen. Nach nur 61 Minuten standen die Hessen im November mit einer 0:3 (14:25, 15:25, 19:25)-Niederlage da.

Wenn Thilo von Hagen ans Punkten denkt, richtet sich sein Blick auf ganz andere Gegner. Wie Hamburg, Wusterhausen und Wuppertal, das zum Rundenende am 15. März in Rüsselsheim gastiert. Dies könnte die entscheidende Partie um den Klassenerhalt sein. „Allerdings müssen wir vorher noch zwei Spiele gewinnen und Wuppertal muss alles verlieren“, rechnet von Hagen.

Da Bad Dürrenberg/Spergau das leichtere Restprogramm hat, auch noch auf Schlusslicht Hamburg trifft, zählt Wuppertal für den Trainer als derjenige Abstiegskonkurrent, den seine Mannschaft am ehesten vom drittletzten Platz verdrängen könnte. Auch hier beträgt der Rückstand vier Punkte.

Sollte es dazu aber nicht reichen, will Rhein-Main Volley wenigstens den vorletzten Rang verteidigen. Denn sollte ein Bundesligist zurückziehen – es kursieren Gerüchte über einen Verzicht von Wuppertal in der nächsten Saison – , „wären wir bereit, die Chance zu nutzen und ein zweites Bundesliga-Jahr zu spielen“, so von Hagen. Allerdings gibt es dabei noch einen Haken: Die aufstiegsberechtigten Zweitligisten hätten Vorrecht. Nur wenn sie verzichten, kann der Bundesliga-Vorletzte drin bleiben.
Quelle: Rüsselsheimer Echo
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