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23.03.2009
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Mit 21:14 hat Rhein-Main Volley im vierten Durchgang schon geführt und einen 3:1-Erfolg nahe vor Augen gehabt. Doch dann musste der Zweitligist noch über fünf Sätze gehen, ehe ihm bei GSVE Delitzsch mit 3:2 (25:18, 20:25, 25:19, 22:25, 15:12) ein Happyend gelang.
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Zur Belohnung gab es den dritten Tabellenplatz, denn Lokalrivale TuS Kriftel unterlag in Gotha mit 2:3 und fiel vier Spieltage vor Rundenschluss hinter Rhein-Main Volley auf Rang vier zurück.
Neun Stunden vor Spielbeginn hatte Spielertrainer Thilo von Hagen am Samstagvormittag um elf Uhr einen Anruf von Sam Bragg erhalten. Der Zuspieler teilte mit, wegen einer Grippe nicht mitfahren zu können. So musste der Coach trotz einer Erkältung selbst ran und die Pässe verteilen.
Vor rund 300 Zuschauern in Delitzsch, die den Tabellenfünften aus der in der Nähe von Leipzig liegenden Gemeinde lautstark anfeuerten, übernahm seine Mannschaft nach einem anfänglichen 3:5-Rückstand früh das Ruder und strebte über 13:9 einem klaren 25:18-Satzgewinn zu. Doch im zweiten Abschnitt liefen die Hessen hinterher. Bei 19:23 versuchte es von Hagen mit einem Wechsel, brachte Jan Dörmer für Carlo Wiese. Aber zu spät. Mit 19:25 ging der Satz verloren.
„Doch hat der Jan da schon angedeutet, dass mit ihm zu rechnen ist“, konnte der Trainer seinem jungen Außenangreifer im dritten Durchgang eine Klasseleistung bescheinigen. Mit 25:19 behielt Rhein-Main Volley klar die Oberhand.
Von Hagen: „Hier haben wir besser aufgeschlagen und Delitzsch gezwungen, fast nur über Außen zu spielen.“ Auch in Block und Abwehr war sein Team überlegen. Vor allem Kapitän Tim Wacker glänzte in der Feldverteidigung mehrmals mit toll herausgeholten Bällen. Und GSVE-Außenangreifer Jens Andrä, der im Hinspiel großen Anteil am 3:2-Erfolg seiner Mannschaft besaß, hatten die Gäste diesmal im Griff.
So lief alles auf einen 3:1-Sieg von Rhein-Main Volley hinaus. Denn die Mannschaft machte im vierten Satz da weiter, wo sie im dritten aufgehört hatte. Doch dann schien sie bei einer komfortablen Führung von 21:14 mit den Gedanken schon beim Duschen und der Heimfahrt zu sein.
„Da haben die Jungs den Kopf einfach ausgeschaltet“, kritisierte Thilo von Hagen, „im Angriff haben wir es nun mit der Brechstange versucht und ohne Verstand gespielt. Delitzsch hat uns da reihenweise abgeblockt“. Bei einem 21:23-Rückstand gelang noch einmal ein Punktgewinn. Aber am Ende hatten die Gäste mit 22:25 das Nachsehen.
Die Halle tobte. Jetzt deutete alles auf eine Wende zugunsten der Sachsen hin. Doch Hut ab vor Rhein-Main-Volley: Der Erstliga-Absteiger fand trotz des deprimierenden Satzverlustes ins Spiel zurück und kaufte Delitzsch im Tiebreak gleich den Schneid ab. Mit 8:5 beim Seitenwechsel vorne liegend, verschafften sich die Gäste bei 14:9 fünf Matchbälle.
Als sie die ersten vier nicht nutzen konnten, weil wie im vierten Durchgang wieder der Delitzscher Mittelblocker starke Angaben schlug, wurde es allmählich eng. Aber dann griff Jan Dörmer beherzt an – worauf der Ball bei einem Abwehrversuch des Gegners an der Hallendecke landete.
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Quelle: Rüsselsheimer Echo
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