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16.11.2007
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Besser hätte die Pokalauslosung für das Rhein-Main-Gebiet nicht ausfallen können. Am Sonntag kommt es um 18 Uhr in der MTK-Kreissporthalle im Achtelfinale des DVV-Pokals zum Aufeinandertreffen von Bundesligist Rhein-Main Volley und dem gastgebenden Zweitligisten TuS Kriftel.
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Die beiden Spitzenteams der Region sind geographisch nicht weit voneinander entfernt. Und obwohl eine ganze Spielklasse zwischen ihnen liegt, ist der Unterschied womöglich nicht so groß, wie es auf den ersten Blick scheint. Allein schon die Personalmisere des in Rüsselsheim beheimateten Rhein-Main-Teams lässt eine ausgeglichene Begegnung erwarten.
Ob die Gäste ihrer Favoritenrolle gerecht werden können und ins Viertelfinale einziehen, das am 8./9. Dezember ausgetragen wird, hängt stark davon ab, wer am Sonntag einsatzfähig ist. Sicher ausfallen wird Michal Peciakowski. Und das wohl für die ganze Saison. Am vergangenen Dienstag erlitt der polnische Zuspieler beim 0:3 in Düren einen Achillessehnenriss und wurde gestern in Wiesbaden operiert.
Ein großes Fragezeichen steht hinter Diagonalangreifer Jason Octave, der sich am vergangenen Wochenende bei der 1:3-Heimniederlage gegen Königs-Wusterhausen einen herausgesprungenen Rückenwirbel zuzog. „Man muss bei ihm die Entwicklung der nächsten Tage abwarten“, meinte Manager Jan Wüntscher.
Ein kleines Fragezeichen gibt es bei Mittelblocker Ralph Nothhaft. Sein Knie schwoll im Spiel gegen Düren dick an. Bei einer Kernspin-Tomographie war nach Wüntschers Angaben nichts Gravierendes festzustellen, womöglich muss sich der ehemalige Junioren-Nationalspieler aber im Training schonen und bestimmte Übungen aussparen. Noch eine ganze Weile, vielleicht sogar bis Weihnachten, werden Christian Günther und Cristobal Gevert brauchen, um nach ihren Verletzungen (beide Bänderriss) wieder aktiv mitmischen zu können. Zuspieler Sören Schneider erklärte dagegen, seine Daumenverletzung sei halb so schlimm. Das hat er auch nach seiner Einwechslung im zweiten Satz gegen Düren gezeigt, als er einen guten Eindruck hinterließ.
Nach dem Ausfall von Michal Peciakowski ist Schneider nun die Nummer eins als Zuspieler, versicherte Wüntscher: „Er genießt unser absolutes Vertrauen.“
Wichtig aber ist, einen zweiten Passgeber zu haben. Hier jemanden als dauerhafte Lösung zu finden, hält der Manager bis Weihnachten allerdings für schwierig. Vielleicht aber kann bis dahin ein Zuspieler aus der Zweitligamannschaft von Rhein-Main Volley aushelfen oder der Zweite Vorsitzende Thilo von Hagen in die Bresche springen, der in der vergangenen Saison noch für die TG Rüsselsheim in der Zweiten Liga die Bälle verteilt hat und über viel Erfahrung verfügt.
Trotz der Verletztenliste will Trainer Christian Metzger das Pokalspiel „sehr ernst nehmen“ und in die nächste Runde einziehen. Er rechnet mit einer hochmotivierten Krifteler Mannschaft, „die nun noch größere Hoffnung gegen uns haben wird“.
Jan Wüntscher vermutet, das TuS-Team um Trainer Klaus Hermann und Co-Trainer Volker Braun, die beide früher für die TG Rüsselsheim aufgeschlagen haben, wird die Partie als „Highlight des Jahres“ ansehen und alles daran setzen, die Runde der letzten Acht zu erreichen. Besonders motiviert dürften bei den Gastgebern Anton Borger, Frank Bachmann und Christian Hesse sein, die in der zurückliegenden Saison bei der TG Rüsselsheim gespielt haben, aber aus verschiedenen Gründen nicht ins Bundesligateam von Rhein-Main kamen.
„Kriftel ist eine starke Mannschaft“, ist Christian Metzger klar. Zwar hat die TuS am vorigen Wochenende ihr Zweitligaspiel beim MTV München mit 1:3 verloren und steht in der Tabelle mit zwei Punkten Rückstand hinter Durmersheim auf Platz drei, doch zählt sie zu den stärksten Vertretern der Liga und hat ihre Klasse auch in der Pokal-Qualifikation beim klaren 3:0-Sieg über den SV Schwaig demonstriert. Auch wenn die Krifteler wegen Hallenbelegungsproblemen nicht in ihrer angestammten Weingartenschule spielen können, werden sie einen Heimvorteil haben.
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Quelle: Rüsselsheimer Echo
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