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Wilmas wilde Worte

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Annahme lässt Hessen im Stich

07.11.2011
Ob es daran lag, dass in der riesigen ZF Arena in Friedrichshafen 3862 der 3944 Sitz- und Stehplätze unbesetzt blieben oder ob die zeitweilig extreme Nervosität eher daher rührte, dass einige Spieler der ersten Mannschaft des deutschen Rekordmeisters und -pokalsiegers VfB Friedrichshafen zu den offiziell 82 Zuschauern zählten? Fakt jedenfalls ist, dass die TG Rüsselsheim gestern um kurz nach 18 Uhr mit einer 2:3 (29:27, 20:25, 10:25, 25:22, 11:15)-Niederlage gegen die VolleyYoungStars im Gepäck dem Bodensee den Rücken kehrte und in der Tabelle der Zweiten Bundesliga, Gruppe Süd, um einen Rang auf Platz sechs zurückfiel.

Mit dem vierten Misserfolg an alter Wirkungsstätte konnte der Rüsselsheimer Übungsleiter leben: „Alles in allem war das eine weitere positive Erfahrung für unsere junge Mannschaft. Wir hatten im zweiten und vor allem im dritten Satz große Probleme in der Annahme, die ja bekanntlich der Schlüssel zum Erfolg ist. Und dazu hat uns mit Jakub Strzelczyk unser erfahrenster Mittelblocker gefehlt und wir sind auf einen sehr motivierten und körperlich starken Gegner getroffen, der mit der Mannschaft der Vorsaison absolut nichts zu tun hatte. Für mich war es schön, einige bekannte Gesichter wiederzusehen“, sagte Luis Ferradas. Der Argentinier hatte die Bundesligatruppe des VfB in den Spielzeiten 1995/96 und 1996/97 gecoacht, war aber vorzeitig geschasst worden.

Das vierte Gastspiel aus hessischer Sicht ließ sich gut an. Nach wechselnden Führungen wehrte die TG einen Satzball ab und ging nach 27 Minuten in Führung. Bis zum 18:16-Zwischenstand verlief auch der zweite Durchgang positiv, ehe die Annahme plötzlich massiv patzte. Die Schwächephase in diesem elementaren Bereich, die es den Zuspielern fast unmöglich machte, die Angreifer gekonnt in Szene zu setzen, hielt den gesamten dritten Abschnitt an, was in einem deklassierenden 10:25 mündete.

„Im vierten Satz war die Annahme dann wieder viel besser und die Jungs haben toll gekämpft“, lobte Ferradas. 8:13 und später auch noch 16:17 lagen die Gäste hinten, um sich schlussendlich doch in den dritten Tiebreak dieser Saison zu retten. Hier sah es beim letzten Seitenwechsel (8:7) und auch beim 9:10-Rückstand noch gut aus, doch nach einem abgewehrten Matchball war nach fast zweistündiger Spielzeit Feierabend.
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