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Wilmas wilde Worte

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"Wir sind kein Team mit Superstars"

02.10.2007
Trainer Christian Metzger zum Saisonstart und den Zielen des neuen Erstligisten Rhein-Main Volley

Herr Metzger, die Bundesliga soll in der bevorstehenden Saison so stark sein wie seit Jahren nicht mehr. Teilen Sie diese Einschätzung?

Es hat sich bei allen Mannschaften sicher sehr viel getan. Vor allem Moers, der SCC Berlin, Düren und Unterhaching versuchen am Thron von Friedrichshafen zu rütteln. Die Spitze wird stärker werden, das Gleiche gilt aber auch für die nominell zweite Gruppe in der Liga. Ich glaube, auch von Platz sechs bis zwölf können viele Überraschungen passieren.

Wo sehen Sie da Ihre Mannschaft?

Das ist momentan sehr schwer einzuschätzen. Wir haben aus verschiedenen Gründen vier Wochen später als geplant mit der Saisonvorbereitung anfangen können. Ich kam erst relativ spät dazu. Und wir haben erst seit dieser Woche, nach den Verpflichtungen von Cristobal Gevert und Jason Octave, den Kader so, wie wir ihn wollten. Unser Ziel ist es, in der ersten Liga zu bleiben. Wir sind aber kein Team mit Superstars und versuchen das deshalb mit viel Arbeit und Einstellung zu schaffen. Von Vereinsseite her ist uns da sehr viel ermöglicht worden. Jetzt ist es an uns, das Bestmögliche rauszuholen.

An was hapert es denn noch?

Uns fehlen die Trainingsspiele, die Erfahrung in Spielsituationen. Wir versuchen im Training zwar die Simulation von Spielsituationen, aber das ist grundsätzlich was anderes.

Also kommt der Saisonstart für Ihre Mannschaft eigentlich zu früh und die Zuschauer müssen etwas Geduld haben.

Für die Zuschauer ist es wichtig, dass sie sehen: Da ist keine Mannschaft, die sich in ihr Schicksal fügt. Die Zuschauer sollen sehen, dass die Mannschaft lebt und dass sie es schafft, mit ihren eigenen Mitteln - und das können nur Kampf und Engagement sein - dagegenzuhalten. Also, ich sehe der ganzen Sache nicht so negativ entgegen.

Haben Sie dennoch einkalkuliert, dass gerade die erste Saisonphase schwierig werden könnte?

Ja, aber früher war es ja so, dass man, wenn man um den Klassenerhalt gespielt hat, die Gegner, die auch darum spielen, schlagen musste, um in der Liga zu bleiben. Ich glaube aber, dass dieses Jahr viele von den Abstiegskandidaten Spiele gewinnen werden gegen nominell stärkere Mannschaften. Deshalb heißt das auch noch nichts, wenn man ein Spiel gegen den direkten Konkurrenten verliert. Ich glaube, dass diese Saison der Abstieg wie auch die restlichen Platzierungen am vorletzten, vielleicht aber auch erst am letzten Spieltag entschieden werden.

Wie schätzen Sie Ihren ersten Gegner, den VC Bad Dürrenberg-Spergau, ein?

Auch ein Aufsteiger, aber eine von den Mannschaften, bei denen von Platz zwölf bis sechs alles passieren kann. Sie haben sich sehr gut verstärkt und werden sicher versuchen, unter die ersten Sechs zu kommen. Aber: Die müssen uns erst mal schlagen.
Quelle: Frankfurter Rundschau
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