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08.02.2008
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Sie haben wieder eine ordentliche Leistung gezeigt. Haben den Favoriten aus Düren anderthalb Stunden stark gefordert und jeden Durchgang eng gestaltet. Aber erneut reichte es für Volleyball-Bundesligist Rhein-Main Volley nicht zum Satzgewinn.
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Mit 0:3 (23:25, 25:27, 22:25) musste er am Mittwoch in der Rüsselsheimer Köbel-Halle gegen den deutschen Vizemeister der vergangenen drei Jahre die Segel streichen. „Wir hätten auch das ganze Spiel gewinnen können“, fand Trainer Christian Metzger. Und war nach dem Abpfiff stinksauer, weil es seine Mannschaft aufs Neue verpasst hat, wenigstens etwas für ihr Satzverhältnis zu tun. Und das könnte noch Folgen haben. So ist Schlusslicht Hamburg durch einen überraschenden 3:1-Heimerfolg über Wuppertal wieder auf zwei Punkte ans Rhein-Main-Team herangerückt und besitzt das bessere Satzverhältnis. Ebenso steht der Drittletzte VC Bad Dürrengerg/Spergau, am 16. Spieltag mit 1:3 gegen Haching unterlegen, besser da.
„Das war schlecht, dass wir keinen Satz gewonnen haben. Das wäre auch gut gewesen für das kommende Spiel am Sonntag in Leipzig“, meinte Außenangreifer Mark Posthuma nach dem Abpfiff konsterniert auf dem Boden sitzend. Seine Mitspieler standen ratlos, teils wütend da, suchten noch nach Erklärungen für die vergebenen Möglichkeiten in den Schlussphasen aller drei Sätze. Bereits im ersten Abschnitt war es von Beginn an hin und her gegangen. Anfangs setzten die beiden dunkelhäutigen Spieler auf beiden Seiten Akzente: Jason Octave bei den Gastgebern, Heriberto Quero auf der Diagonalposition von Evivo Düren. Der sprunggewaltige venezolanische Nationalspieler war selbst mit einem Dreierblock oft nicht zu stoppen.
Bis zur 15:12-Führung seiner Mannschaft holte er fast jeden Punkt für Düren. Dann aber setzten die Gäste drei Bälle hintereinander ins Aus. Und die Rhein-Main-Volleyballer waren wieder im Rennen. Johann Löwen sorgte für den Ausgleich, Posthuma bei 20:19 für die Führung, die bis zum 22:21 hielt. Dann landete eine Angabe und ein Angriff im Aus. Löwen egalisierte noch einmal auf 23:23, ehe zwei Fehler in Abwehr und Annahme folgten: Einen leichten Angriffsschlag von Düren ließen die Gastgeber einfach ins Hinterfeld fallen, ein Aufschlag von Vladimir Rakic krachte auf den Boden.
Fassungslosigkeit herrschte bei Mannschaft wie Zuschauern. Die weniger als 200 Leute, die den Weg in die Köbel-Halle gefunden hatten – am Aschermittwoch bei gleichzeitigem Fußball-Länderspiel war kaum eine bessere Resonanz zu erwarten –, konnten es nicht glauben, dass der erste Satz mit zwei solch dummen Fehlern endete.
Doch eingebrochen ist das Rhein-Main-Team dadurch nicht. Auch im zweiten Durchgang lieferte es dem Favoriten, der am 9. März im Pokalfinale gegen Friedrichshafen spielt, ein heißes Match. Spielertrainer Thilo von Hagen, der den kranken Sören Schneider (Angina) ersetzte, zog ein variables Zuspiel auf, bedachte oft auch die Mittelblocker mit schönen Pässen, die Andreas Kolle und Ralph Nothhaft immer wieder nutzten.
Im Außenangriff haperte es dagegen zunächst, mit 12:16 gerieten die Gastgeber ins Hintertreffen. Doch Jason Octave, diesmal gut angespielt von Kolle, punktete zum 14:16. Thilo von Hagen drückte einen zweiten Ball zum 15:17 ins gegnerische Feld hinein. Bei 16:20 nutzte das Metzger-Team eine kleine Fehlerreihe von Düren zum 19:20-Anschluss.
Der Ausgleich gelang aber erst bei 24:24, als Rhein-Main schon zwei Satzbälle abgewehrt hatte. Den dritten schmetterte Johann Löwen mit einem Hammerschlag ab. Doch der vierte Satzball ging an Evivo. Allerdings mit Hilfe des Schiedsrichters, der bei den Hessen eine Netzberührung gesehen haben will, die diese heftig bestritten.
Gleichwohl Rhein-Main im dritten Durchgang noch mehrmals mit dem Unparteiischen haderte, schien auch hier ein Satzgewinn möglich. Bis 13:10 vorne und bis 20:20 nie im Rückstand liegend, übernahm Düren erst in der Schlussphase die Führung. Ein 20:23 verkürzten die Gastgeber dank Löwen auf 21:23. Der Außenangreifer wehrte auch noch den ersten Matchball ab. Den zweiten ließ sich Heriberto Quero aber nicht entgehen und brachte den schwer erkämpften Sieg seiner Mannschaft unter Dach und Fach.
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Quelle: Rüsselsheimer Echo
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