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28.11.2008
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Wer den arabischen Meister auf beeindruckende Weise niederkämpft darf sich durchaus zu Höherem berufen fühlen: Rhein-Main Volley hat gestern Abend beim unverhofften 3:2 (25:22, 27:29, 19:25, 25:22, 15:11)-Erfolg im "Länderspiel" gegen die Nationalmannschaft des Emirats Katar gezeigt, dass es nicht beim aktuellen zweiten Tabellenplatz in der Zweiten Bundesliga, Gruppe Süd, bleiben muss.
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Dass das 13-köpfige Team vom Persischen Golf am Vorabend seines Heimflugs die zweite Niederlage im siebten Testspiel im Rahmen eines knapp dreiwöchigen Trainingslagers unweit von Bamberg beziehen könnte, darauf hatte im vierten Satz nichts mehr hingedeutet. Die ersten der rund 25 Zuschauer - war Rüsselsheim nicht mal eine Sportstadt? - verließen die Köbel-Halle beim 6:13-Zwischenstand in der festen Überzeugung, dass die zunehmend selbstbewusster und überlegener auftrumpfenden Asiaten sich alsbald mit einem 3:1-Sieg in der Tasche das Abendessen in ihrem Hotel würden schmecken lassen können. Nach der unkonzentrierten Vorstellung im ersten Satz, in dem die "Volleys" nur einmal zurück lagen (16:17), hatte Katars kroatischer Trainer Igor Arbutina fortan über weite Strecken die besten seiner Spieler aufs Feld geschickt, von denen die meisten erst Anfang 20 sind. Diese hatten sich in den vergangenen Tagen unter anderem dreimal für den gestandenen Erstligisten SG Eltmann und in der ferneren Vergangenheit sogar für den aktuellen Olympiastarter Ägypten als zu stark erwiesen. Am Untermain indes kam alles ganz anders. Mit Spielertrainer Thilo von Hagen, der den müde werdenden britischen Zuspieler Sam Bragg ablöste, wurde der in dieser Runde fast schon berüchtigte "RMV"-Kampfgeist geweckt. Beim 16:18 waren die "exotischen" Gäste gestellt, die fortan den Hebel nicht mehr umlegen konnten. Selbst der bis dato beste Angreifer, Ziad Abdelmajd, wurde auch im Tiebreak immer wieder geblockt oder biss sich an den wieder um jeden Ball kämpfenden Hessen die Zähne aus. Und so war es letztlich wie schon dreimal zuvor in der Punktrunde an gleicher Stätte - am Ende bejubelten die speziell in der Abwehr überzeugenden "Volleys" um ihren ganz starken Kapitän Tim Wacker einen 3:2-Sieg. Zwei Tage nach dem internationalen Kräftemessen hat die "Volleys" der Punktspielalltag wieder. Vieles spricht dafür, dass am Samstag (ab 19.30 Uhr) auch in der Zweiten Bundesliga viel Arbeit auf das "RMV"-Team zukommt. Nach dem erfolgreichen Fünf-Satz-Krimi beim VC Dresden erwarten die Hessen mit GSVE Delitzsch erneut ein Sachsen-Kollektiv, das mit einem Spiel weniger zwei Pluspunkte weniger auf dem Konto hat. "Von den Einzelspielern her gesehen ist das für mich die stärkste Mannschaft neben Bühl", sagt von Hagen. Und: "Das sind alles erstligaerfahrene Spieler. Deshalb bin ich etwas überrascht, dass sie schon zwei Mal verloren, aber noch gegen kein Topteam gespielt haben." Besonders auf den Außenpositionen schätzt von Hagen den Tabellendritten stark ein, nicht zuletzt wegen Diagonalangreifer Sebastian Reichstein, der unter anderem bereits für Erstligist VC Leipzig aktiv war. Für die wegweisende Partie hofft der "RMV"-Trainer, zumindest auf Jan Bauer zurückgreifen zu können. Die Nachwuchsakteure Jan Dörmer (eitrige Angina) und Paul Becker (Schulterprobleme) fallen aus; dazu hat sich Mittelblocker Jakub Strelczyk am Donnerstag im "Länderspiel" an der rechten Hand verletzt und konnte erst nach einem von Katars Physiotherapeut angelegten Tapeverband weiter machen. Ob die Zuschauer am Samstag abermals fünf Sätze in der Walter-Köbel-Halle erleben?
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Quelle: Main-Spitze
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