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Wilmas wilde Worte

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"RMV" träumt eine Nacht

05.10.2007
Es war wohl zu schön, um wahr zu sein: Rund 20 Stunden durften die Verantwortlichen von Rhein-Main Volley davon ausgehen, ihre Mannschaft im Bestreben, in der Bundesliga Fuß zu fassen, mit einem der namhaftesten deutschen Mittelblocker entscheidend verstärkt zu haben.
Wenn der Aufsteiger an diesem Samstag um 19.30 Uhr bei SG Eltmann ans Netz geht, ist diese Hoffnung schon vier Tage ad acta. Am Montag hatte der 211-malige Nationalspieler Ralph Bergmann bei "RMV" unterschrieben, am Dienstag bat der 37-Jährige darum, den Vertrag wieder aufzulösen. "Da er aus privaten Gründen eigentlich nur drei Monate in Deutschland bleiben wollte, haben wir uns zunächst über diesen Zeitraum verständigt. Tags darauf hat er dann ein längerfristig und anders dotiertes Angebot vom Moerser SC bekommen, mit dem wir nicht mithalten können", sagt Christian Metzger. Obwohl das "der absolute Hammer" gewesen wäre, wie es der "RMV"-Coach formulierte, sei es keine Frage gewesen, dem Wunsch des 2,06m-Hünen zu entsprechen. "Auf Vertragserfüllung zu pochen, hätte keinen Sinn gemacht. Und dafür kenne ich den Ralph auch viel zu gut."

Großartig Zeit, diesem gescheiterten Coup nachzutrauern, bleibt nicht. SG Eltmann gilt als eine jener Mannschaften, mit der sich Rhein-Main Volley messen kann. In Bestform, versteht sich. Und davon waren die Hessen am Mittwoch beim 0:3 gegen Mitaufsteiger VC Bad Dürrenberg-Spergau erkennbar noch ein ziemliches Stück entfernt. Für den Coach kein großes Probleme: "Wir müssen geduldig bleiben und im Training konzentriert weiter arbeiten", sagt Metzger - wohl wissend, dass am Mittwoch mehr drin war. "Und deshalb waren die Spieler hinterher auch sehr traurig. Aber ich habe ihnen gesagt, dass wir am Samstag nicht chancenlos sind und bin gespannt auf die Entwicklung. Es wäre schön für die Jungs, wenn sie merken würden, dass was geht." Könnte klappen, denn die SG bekam nach der 1:0-Führung in Wuppertal in den folgenden drei Sätzen kein Bein mehr auf die Erde. Und da Andreas Kolle, Johann Löwen und Michal Peciakowski allesamt schon in Eltmann gespielt haben, wird dieses Trio besonders bemüht sein, an alter Wirkungsstätte zu überzeugen.

Übrigens: Die Verpflichtung eines dritten Mittelblockers verfolgt "RMV" weiter. Und da in Moers auf dieser Position jetzt Überbedarf besteht, wäre es nicht verwunderlich, wenn vom Niederrhein jemand an den Untermain wechseln und schon im nächsten Gastspiel bei Rekordmeister VfB Friedrichshafen mittun würde.
Quelle: Main-Spitze
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