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Wilmas wilde Worte

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"Mit Freude bei der Sache sein"

26.01.2008
Das Beste, was Europa anno 2007 zu bieten hatte, gibt sich am Samstagabend in der Walter-Köbel-Halle die Ehre. Der VfB Friedrichshafen, seines Zeichens aktueller Champions-League-Titelverteidiger, hat sich ab 20 Uhr mit Rhein-Main Volley um Punkte in der Bundesliga auseinanderzusetzen.
Angesichts einer mit nationalen wie internationalen Topstars besetzten Mannschaft, die die Fachleute mit der Zunge schnalzen lässt, scheint der Begriff "Auseinandersetzung" fast unangebracht. Lediglich drei Akteure aus dem Kader des deutschen Rekordmeisters und -pokalsiegers vom Bodensee sind noch nicht für ihr Land ans Netz gegangen. So gesehen ist es keine Überraschung, dass die Gäste die Tabelle mit 24:0 Punkten anführen und erst sieben Sätze abgegeben haben. Und nur ganz unbedarfte Zeitgenossen dürften auf den Gedanken kommen, dass der Neuling vom Untermain dem nationalen Vorzeigeklub und seinem Erfolgstrainer Stelian Moculescu einen Zacken aus der Krone brechen könnte.

Gleichwohl es für die Teams aus der unteren Hälfte des Erstliga-Klassements eigentlich nur darum geht, wie lange sich die programmierte Niederlage hinauszögern lässt, übt das ungleiche Duell einen besonderen Reiz aus. So auch für Christian Metzger: "Mit dieser Mannschaft zieht ein Hauch Internationalität hier ein, und das allein ist eine schöne Sache. Natürlich ist die Chance für uns sehr, sehr klein, denn die Friedrichshafener machen aufgrund ihrer Athletik und individuellen Klasse so gut wie keine Fehler. Von daher muss man sich andere Ziele setzen, darf sich nicht zu sehr beeindrucken lassen oder gar in die Hose machen", so der "RMV"-Trainer - Anfang der neunziger Jahre selbst drei Spielzeiten beim VfB unter Vertrag.

Warum die Süd-Württemberger sich bundesweit zur weitgehend unangefochtenen Nummer eins entwickelt haben, dafür hat Metzger nur eine Antwort parat: "Was Stelian Moculescu dort aufgebaut und was er da für professionelle Strukturen reingebracht hat, ist nicht hoch genug zu bewerten. Davon hat auch das Nationalteam stark profitiert, und deshalb bin ich sehr in Sorge, was passiert, wenn er mal abtritt." Gleichwohl "Stelu" inzwischen 57 Jahre alt ist, wird der 1999 inthronisierte Bundestrainer sich so schnell nicht zurückziehen. Einmal will er mit der Nationalmannschaft die erste sportliche Olympia-Qualifikation für Peking erreichen, zum anderen mit dem VfB auch diesmal in der Champions-League für Furore sorgen. Die erste Gruppenphase haben die Friedrichshafener nach dem 3:0 (25:18, 25:22, 25:20) am Mittwoch gegen Unicaja Almeria (Spanien) bereits gemeistert und sich für die Runde der letzten Zwölf qualifiziert.

Was kann Rhein-Main Volley drei Tage nach der 0:3-Heimpleite gegen SG Eltmann da ausrichten? "Zunächst einmal ist es gut, dass das Spiel jetzt kommt. Wir sollten einfach mutig und mit Freude bei der Sache sein und diesen besonderen Abend genießen. Wir haben auch Spieler, die sich im Angriff nicht zu verstecken brauchen", sagt Metzger. Und: "Wenn die Halle jetzt nicht voll wird, weiß ich es auch nicht..."
Quelle: Main-Spitze
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