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12.10.2007
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Es wird ein langer Samstag. Das steht fest. Sehr früh wird sich die Mannschaft von Rhein-Main Volley in Richtung Bodensee auf den Weg machen und mutmaßlich erst in den ersten Stunden des Sonntags wieder daheim sein.
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Mehr Spannung birgt die Frage, wie lange der Bundesliga-Aufsteiger sich gegen das programmierte sportliche Schicksal auflehnen kann. Denn dass den Hessen beim deutschen Rekordmeister und erstmaligen Champions-League-Gewinner VfB Friedrichshafen ein Sieg gelingen könnte, daran wird niemand ernsthaft denken, der sich mit den Gesetzmäßigkeiten dieser Sportart auskennt.
Was nicht heißt, dass das ungleiche Kräftemessen mit dem Starensemble von Bundestrainer Stelian Moculescu nicht doch seine Reize hat. "Ich freue mich immer, gegen solche Teams zu spielen; man kann immer etwas lernen. Wichtig ist, dass wir ein gutes Spiel machen. Und wenn es uns gelingen sollte, denen einen Satz oder so abzunehmen, wäre das natürlich das Größte", sagt etwa Andreas Kolle.
Ängste, dass sich der aktuelle Auftritt in der Arena Friedrichshafen ähnlich gestalten könnte, wie jener vor zwei Jahren, als die TG Rüsselsheim in 64 Minuten 18:25, 15:25, 18:25 abgefertigt wurde, hat der "RMV"-Mannschaftskapitän nicht: "Das kann man überhaupt nicht vergleichen. Die jetzige Mannschaft besteht aus anderen Charakteren und die Stimmung im Team ist eine ganz andere. Wir machen das jetzt ja praktisch auf Vollprofibasis, wodurch bei allen da ein ganz andere Focus drauf liegt", so Kolle. Dass es noch ein Weile dauern wird, bis Rhein-Main Volley zu Höchstform aufläuft, beziehungsweise das im Training gezeigte gute Niveau auch aufs Spielfeld bringt, sei zwar "vor allem wegen unserer Fans sehr bedauerlich", ließe sich aber nun mal nicht ändern.
Obwohl sich bestimmt auch bis zum Bodensee herumgesprochen hat, dass "RMV" aufgrund des Trainerproblems und der späten Komplettierung des Kaders noch einige Übungseinheiten fehlen, ist der Gastgeber nach drei 3:0-Startsiegen bemüht, den zweiten Heimspielgegner ernst zu nehmen. "Rhein-Main Volley hat ein aufstrebendes Team, das gegen uns nicht zu verlieren hat. Wir sollten deshalb auf der Hut sein", sagt Moculescu. Dass der VfB-Coach die Spannung in seinem Team hoch halten will, ist verständlich. Vier Tage nach der Bundesliga-Begegnung hat das deutsche Vorzeigeteam vor eigenem Publikum die erste Aufgabe in der Champions League gegen Olympiakos Piräus zu lösen. Diesen Vergleich vor Augen will Moculescu am Samstag mit seiner Stammformation beginnen und erst im Spielverlauf jene Akteure bringen, die bislang noch nicht so viel zum Einsatz kamen.
Kommt dritter Mittelblocker?
Die Möglichkeit, dass "RMV" im dritten Spiel erstmals mit einer Alternative auf der Mittelblockposition aufwarten kann, war gestern Abend noch gegeben. Zu klären blieb, ob der am Untermain favorisierte US-Boy Cordt Withum (23) nach einem Oberliga-Einsatz für die zweite Mannschaft des Moerser SC von der DVL die Freigabe erhält. "Wenn ja, sitzt er Freitag im Zug, trainiert am Abend mit und fährt dann am Samstag mit uns nach Friedrichshafen", sagte der kommissarische "RMV"-Vorsitzende Thilo von Hagen.
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Quelle: Main-Spitze
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