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Wilmas wilde Worte

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"Ich bin ein Macher"

09.09.2009
Für den langjährigen Volleyballtrainer des VC Wiesbaden, Luis Ferradas, beginnt mit dem Männerteam von Rhein-Main Volley die Zweitliga-Saison. Der Argentinier, 54, arbeitet zum zweiten Mal in Rüsselsheim, will mithelfen, Volleyball hier salonfähig zu machen.

Herr Ferradas, Sie haben zuletzt ein Jahr pausiert und davor die VCW-Damen aus der Regionalliga an die Bundesligaspitze geführt. Sind Sie froh, wieder mit Männern zu arbeiten?

Darauf freue ich mich sehr, denn trotz der zehn erfolgreichen Jahre in Wiesbaden, wo wir uns in jeder Saison verbessert haben, definiere ich mich eher als Männertrainer. Der Umgang miteinander ist insgesamt ein anderer. Männer sind etwas lockerer und kommen bei Diskussionen gleich auf den Punkt. Frauen sind sehr loyal, aber manchmal auch etwas kompliziert.

Die Trennung vom VCW im Dezember 2007 war von unschönen Schlagzeilen begleitet. Sind die Wunden verheilt?

Es war eine harte Nummer und eine schwere Zeit, vor allem für meine Familie. Aber es war auch schön zu sehen, wie viele positive Anrufe ich damals bekommen habe. Und es war schon komisch und sehr emotional, in der vergangenen Saison auf der Tribüne zu sitzen und die Mädchen spielen zu sehen. Insgesamt war der VCW eine phantastische Erfahrung für mich. Ich bin sehr stolz auf das, was dort mit viel Arbeit, professionellen Strukturen und durch meine Persönlichkeit entstanden ist. Und ich freue mich, dass der Klub heute so viele Angestellte hat, die von Volleyball leben können.

Sie sollen Angebote von Erstliga-Klubs ausgeschlagen haben. Was ist so reizvoll an Rhein-Main Volley?

Über die Angebote habe ich mir fast keine Gedanken gemacht. Ich lebe seit 20 Jahren in der Region und will hier nicht weg. Und ich bin in einem Alter, in dem ich mir nicht mehr beweisen muss, dass ich ein guter Trainer bin. Dazu bin ich in der glücklichen Lage, dass das Finanzielle absolut sekundär geworden ist. Reizvoll war, wieder an der Basis arbeiten zu können. Dass die Leute Amateure sind, aber eine profihafte Einstellung und Enthusiasmus mitbringen, um Volleyball zu lernen, imponiert mir.


Sehen Sie angesichts der Finanzkrise eine Chance, dass sich hier analog zum VC Wiesbaden etwas bewegen lässt?

Die gleiche Struktur wie in Wiesbaden wird sich in Rüsselsheim nicht umsetzen lassen. Jede Stadt hat ihre eigene Identität. Aber das Beispiel VCW zeigt, dass es geht. Wichtig ist, ein gutes Produkt zu haben und dieses gut zu verkaufen. Auch ich werde mich einbringen und Gespräche mit Politikern, Geschäftsleuten oder anderen Vereinen führen. Ich bin ein Macher, aber ich brauche Leute, die meiner Vision folgen und keine Angst haben, Fehler zu machen.
Quelle: www.main-spitze.de
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Termine

22.09. Saisonstart 2012/13

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Aktuelle Ergebnisse

TG 1862 Rüsselsheim 2
L.E. Volleys 3
TG 1862 Rüsselsheim 3
VC Eintracht Mendig 1

Tabelle 2009 / 2010

1. GSVE Delitzsch42:10
2. VC Dresden40:12
3. L.E. Volleys38:14
4. FT 1844 Freiburg36:16
5. ASV Dachau34:18
6. TuS Durmersheim32:20
7. TG 1862 Rüsselsheim28:24
8. VSG Coburg/Grub24:28
9. VYS Friedrichshafen22:30
10. VC Eintracht Mendig20:32
11. TSV Grafing16:36
12. TSV Friedberg16:36
13. TSV GA Stuttgart14:38
14. VCO Kempfenhausen2:50
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