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19.01.2008
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Der denkwürdige Abend klang stilvoll aus. In einer zum Brauhaus umfunktionierten einstigen Badeanstalt aus Kaiser-Wilhelms-Zeiten stießen Mannschaft und Betreuer von Rhein-Main Volley auf den 3:2-Coup bei Bayer Wuppertal an.
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Dass es nach dem 134-minütigen Kraftakt zuvor, der unverhofft im zweiten Saisonsieg in der Bundesliga gemündet war, bis in den frühen Morgenstunden des Donnerstags dauerte, ehe die heimischen Betten erreicht waren, nahm die hessische Reisegruppe gerne in Kauf. "Das war schön und so wichtig für uns, positiv ins neue Jahr gestartet zu sein", sagt Christian Metzger.
Nahe liegend, dass daran bei der Eröffnung der zweiten Halbserie angeknüpft werden soll. Bereits gestern setzte sich der "RMV"-Trainer mit seinen neun derzeit einsatzfähigen Spielern wieder in Bewegung. Ging es zuletzt nach Nordwesten, lag das Ziel diesmal in nordöstlicher Richtung. Vor den Toren Leipzigs, genau gesagt beim VC Bad Dürrenberg-Spergau, gehen die Wuppertaler Helden am Samstag (20 Uhr) ans Netz. Und haben in der Jahrhunderthalle noch etwas gutzumachen: Schließlich hatte der Mitaufsteiger beim Saisonauftakt in der Köbel-Halle locker 3:0 gewonnen.
Obwohl die heimischen "Baggerer" mittlerweile viel dazugelernt haben, lässt sich der Coach auch vom jüngsten Erfolgserlebnis nicht blenden. "Wenn man ehrlich ist, sind die zwei Punkte aus Wuppertal nur dann richtig etwas wert, wenn wir auch am Samstag gewinnen. Ich sehe Chancen, aber wir sind nicht so abgehoben, dass wir das jetzt locker machen. Die haben eine starke Mannschaft und bestimmt 1000 Leute hinter sich; da wird es heiß hergehen", so Metzger. Und: "Die haben sich mit dem 3:1-Sieg in Hamburg Luft verschafft und werden mit großem Selbstvertrauen da reingehen."
Gleichwohl die Sachsen am Dienstag ihren vierten Saisonsieg einfuhren, zog es VC-Trainer Michael Merten vor, sich ein genaues Bild von Rhein-Main Volley zu machen. Was der ehemalige Coach der TG Rüsselsheim in Wuppertal zu sehen bekam, dürfte ihn motiviert haben, seine Mannschaft zu besonderer Konzentration anzuhalten. "Die versuchen, viel über die Mitte zu spielen, was eine gute Annahme voraus- setzt. Konstant gute Aufschläge, wie am Mittwoch in Wuppertal, sind da auf alle Fälle ein probates Mittel. Entscheidend aber wird sein, dass wir nicht aufhören dürfen, dran zu glauben, dass etwas möglich ist", sagt der "RMV"-Übungsleiter.
Dass die Gastgeber einen Tag mehr Erholungszeit hatten, sieht Metzger nicht wirklich als Problem an. "Nur wenn wir in Wuppertal doch noch verloren hätten, wäre die Müdigkeit deutlich ausgeprägter gewesen." Nach dem weniger glücklichen, denn verdienten Erfolgserlebnis in der Fremde gehen alle die zweite Aufgabe 2008 zuversichtlich an. "Es wird noch viel passieren in dieser Saison", sagt Metzger. Nahe liegend, dass sich der Ex-Nationalspieler in dieser Richtung auch von seinem Team noch einiges erhofft.
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Quelle: Main-Spitze
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