|
27.02.2009
|
|
Keine leichte Aufgabe erwartet die Mannschaft von Rhein-Main Volley an diesem Samstag (20 Uhr/Ernestinerhalle) beim VC Gotha in der Zweiten Bundesliga, Gruppe Süd. Zwar konnten die "Volleys" das Hinspiel klar 3:0 für sich entscheiden, "doch Gotha hat sich damals deutlich unter Wert verkauft", sagt "RMV"-Trainer Thilo von Hagen.
|
Mit der Unterstützung ihrer zahlreichen Fans und in ihrer vertrauten Umgebung dürfte die Partie ungleich spannender als in der Hinrunde werden. "Meiner Meinung nach verfügt Gotha über die athletischste Mannschaft der Liga", zollt der "RMV"-Coach dem Tabellenvierten großen Respekt.
Vor allem Diagonalangreifer Hannes Müller gelte es in den Griff zu bekommen, dessen Einsatz nach einer Erkältungspause allerdings noch fraglich ist. Auf keinen Fall dabei sein wird Außenangreifer Paul Baier, der sich im zurückliegenden Spiel seiner Mannschaft gegen VCO Kempfenhausen eine Matchstrafe einhandelte. Dies könnte sich als Vorteil für den Bundesliga-Absteiger erweisen, der jedoch auch nicht auf alle Akteure zurückgreifen kann. Jan Dörmer plagt sich immer noch mit einer Leistenverletzung herum und musste Anfang der Woche das Mannschaftstraining abbrechen. Dagegen konnte Mittelblocker Jörn Freiwald wieder mittrainieren und wird wohl zumindest die Reise nach Ost-Thüringen antreten.
"Wir wollen versuchen, die Gothaer mit guten Aufschlägen unter Druck zu setzen, da sie schon im Hinspiel Schwächen in der Annahme gezeigt haben", gibt von Hagen die Marschrichtung vor. Mit einem Sieg könnte der Tabellensechste einen Schritt nach vorne machen und zusätzliches Selbstbewusstsein für den Saisonendspurt tanken.
Zwei Monate, bevor die Meldung für die neue Runde abgegeben sein muss, wird hinter den Kulissen längst gearbeitet. Gespräche mit Spielern, deren Verträge zum Teil am 30. April enden, sind angelaufen. "Konkret ist da noch nichts. Aber bis Anfang April wollen wir Klarheit haben, auch was das Budget angeht," sagt Thilo von Hagen, "RMV"-Vorsitzender und Trainer in Personalunion. Obwohl die Situation aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Schieflage noch schwieriger geworden ist, gibt es einen namhaften Silberstreif am Horizont: "Unser Wunsch ist es schon, dass Luis Ferradas das Traineramt übernimmt. Er hat jedenfalls zu erkennen gegeben, dass er Lust darauf hat, bei uns etwas zu machen. Und das könnte ein deutliches Zeichen sein - für Spieler und Sponsoren", so von Hagen. Der 53-jährige Proficoach aus Argentinien, in der Spielzeit 1993/94 schon einmal bei TG Rüsselsheim engagiert, war im Dezember 2007 vom 1. VC Wiesbaden nach schweren Vorwürfen von seinen Aufgaben als Damentrainer entbunden worden.
|
|
Quelle: Main-Spitze
|